Langfristiges Engagement
Siemens bleibt Ankeraktionär bei Osram

Im Herbst soll die Siemens-Lichttochter Osram frühestens an die Börse. Doch auch wenn der Großkonzern dann eines Tages die Mehrheit an Osram abgeben sollte, will Siemens längerfristig engagiert bleiben.
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DüsseldorfAuch nach dem geplanten Osram-Börsengang will der Siemens-Konzern bei der Lichttochter längerfristig engagiert bleiben. Siemens werde wohl eines Tages die Mehrheit abgeben, aber „ein stabiler Ankeraktionär bleiben“, erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen (Montagsausgabe).

Positiver Nebeneffekt: Wenn der Konzern „25 plus X Prozent“ behält, wird auch die Zustimmung der Arbeitnehmerseite bei der heutigen Aufsichtsratssitzung deutlich einfacher zu bekommen sein. Der Börsengang des Unternehmens mit einem Umsatz von zuletzt 4,7 Milliarden Euro ist frühestens für den Herbst geplant.

Es wäre einer der größten Börsengänge in Deutschland seit Jahren. Der Aufsichtsrat soll heute zudem über die Schaffung eines vierten Sektors – neben den bisherigen Standbeinen Industrie, Energie und Medizintechnik – entscheiden. Nach Informationen des Handelsblatts aus dem Umfeld von Siemens wird der Sektor voraussichtlich „Infrastructure and Cities“ heißen und einen Umsatz von knapp 20 Milliarden Euro haben. In der neuen Einheit soll vor allem das rasch wachsende Geschäft mit den Megacities dieser Welt gebündelt werden. Für den neuen Sektor-Chef wird der bisher achtköpfige Siemens-Vorstand um einen Posten erweitert. Im Aufsichtsrat zeichnet sich kein größerer Widerstand gegen die beiden weitreichenden Entscheidungen ab.

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