Langstreckenflieger 787 „Dreamliner“
Auch Boeing kämpft mit Zeitverzug

Wegen Lieferverzögerungen beim prestigeträchtigen A380 war Airbus in eine tiefe Krise gestürzt. Nun vermeldet Erzrivale Boeing am Vorabend der wichtigen Luftfahrtmesse im britischen Farnborough, dass auch er Probleme hat. Die betreffen ausgerechnet das stark nachgefragte Langstreckenmodell 787 „Dreamliner“.

HB LONDON. In einigen Bereichen liege man hinter den Plänen zurück, sagte der Chef der Boeing-Verkehrsflugzeugsparte, Alan Mulally, am Sonntagabend in London. „Einige Bereiche sind noch nicht soweit, wir wir es gerne hätten.“ Um wie viele Wochen oder Monate das Unternehmen hinter dem Zeitplan herhinkt, sagte er nicht. Man bewege sich dabei aber im Rahmen des Normalen beim Bau neuer Flugzeuge, betonte Mulallygh. Am Plan eines ersten Testfluges Mitte kommenden Jahres und der Auslieferung ab 2008 ändere sich nichts.

Schon Mitte Juni waren Probleme beim 787 bekannt geworden. Damals waren in einem Bauteil für den Flugzeugrumpf Luftblasen entdeckt worden, woraufhin die Abnahme durch die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) verschoben wurde.

Zuvor hatte das Magazin „Business Week“ über Technik- und Produktionsprobleme bei Boeing berichtet und spekuliert, dass der US-Flugzeugbauer den Liefertermin 2008 für die Maschine möglicherweise nicht werde einhalten können. Neben den Problemen am Rumpf gebe des Schwierigkeiten bei der Software und dem Gewicht des Flugzeugs.

Der europäische Boeing-Konkurrent Airbus war zuletzt wegen erneuter Lieferverzögerungen bei seinem neuen, Großraumflugzeug A380 in eine Krise gestürzt. Die Auslieferungen verzögern sich um mehrere Monate. Zudem hatte es Kritik von Kunden an Airbus' Konkurrenzmodell zur Boeing 787, dem A350, gegeben. Die EADS-Tochter will die mit Spannung erwartete überarbeitete Version des A350 am Montag in Farnborough präsentieren.

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