Lasersparte läuft gut
Jenoptik macht wieder Gewinn

Ostdeutschlands größter Technologiekonzern hat im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Damit übertraf Jenoptik die Erwartungen von Analysten.

HB BERLIN. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe zwischen Juli und September 11,8 Millionen Euro betragen, teilte der Konzern mit. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt ein Plus von lediglich 2,1  Millionen Euro erwartet. Auch beim Netto-Ergebnis erzielte der Konzern ein leichtes Plus von gut einer Million Euro, während die meisten Analysten ein Minus erwartet hatten. Beim Umsatz erzielte der Konzern auf neun Monate des Jahres gerechnet mit rund 1,173 Milliarden Euro ein Plus von gut 25 Prozent zum Vorjahr. Insgesamt seien bis Ende September Aufträge im Wert von fast zwei Milliarden Euro eingegangen. Der Auftragsbestand habe sich auf über 3,3 Milliarden Euro erhöht.

Der Konzern bekräftigte die Erwartung, dass die Erlöse 2004 insgesamt auf über zwei Milliarden Euro steigen würden. Das Ebit werde wie angekündigt zwischen 45 und 60 Millionen Euro liegen. Das entscheidende Quartal für Jenoptik ist allerdings das vierte, in dem die größten Umsätze anfallen. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern noch Verluste geschrieben. Jenoptik rechnet Ende des Jahres vor allem die Aufträge seiner größten Sparte Reinraumtechnik ab, den Bau von Anlagen für die Herstellung von Chips für die Halbleiterindustrie.

Reinraumbau kein Geldbringer

Zusammen mit dem Management der Gebäude ist dieser Bereich Clean Systems für rund 80 Prozent der Erlöse verantwortlich. Allerdings verdiente der Konzern in der Vergangenheit insbesondere mit dem Reinraumbau kaum Geld. Der vor allem in Deutschland und Europa aktive Bereich Technische Gebäude Systeme (TGS) wurde daher in eine eigenen Gesellschaft überführt. Auch ein Verkauf wurde nicht ausgeschlossen. Wegen des Stellenabbaus in dem Bereich und verbundenen Sozialplanaufwendungen habe Jenoptik neun Millionen Euro bis Ende September aufbringen müssen. Diese seien aber im Ebit bereits berücksichtigt.

Lukrativer mit einer Umsatzrendite von bis zu zehn Prozent ist die optische Sparte Photonics, die etwa Laser produziert. Sie soll eine größere Bedeutung im Konzern gewinnen und wird ausgebaut. Jenoptik wies darauf hin, dass sowohl Clean Systems als auch Photonics den Umsatz in den ersten neun Monaten um mehr als 20 Prozent gesteigert hätten.

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