LaSorda unter Erfolgsdruck
Medien spekulieren um Chrysler-GM-Verbindung

Der weltgrößte Autobauer General Motors (GM) führt Kreisen zufolge erste Gespräche über eine Übernahme des Rivalen Chrysler.

HB NEW YORK. Eine mit der Situation vertraute Person bestätigte am Freitag einen Bericht der Branchenzeitung „Automotive News“, die sich auf ungenannte Quellen in Deutschland und den USA berief. Zwischen GM und der Chrysler-Muttergesellschaft Daimler-Chrysler fänden Gespräche zwischen hochrangigen Managern statt, bei denen es um mehr gehen könne als um die gemeinsame Entwicklung eines großen sportlichen Geländewagens (SUV), berichtete die Branchenzeitung.

Daimler-Chrysler-Vorstandschef Dieter Zetsche, der Chrysler selbst fünf Jahre lang geführt hatte, prüft für die defizitäre US-Tochter alle Optionen und schließt damit erstmals seit der Fusion vor rund neun Jahren einen Verkauf nicht mehr aus. Ein Daimler-Chrysler-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. „Wir haben alles zu dem Thema gesagt“, sagte er. Auch GM wollte keine Stellung nehmen. Der Bericht sei „Spekulation“, sagte ein GM-Sprecher nur.

Die Aktie von Daimler-Chrysler zog auf die Nachricht hin um fast zwei Prozent an und schloss 1,3 Prozent fester bei 54,12 Euro. GM-Papiere wurden in New York mit einem Abschlag von 0,2 Prozent bei 36,37 Dollar gehandelt.

Der Betriebsratschef der GM-Tochter Opel, Klaus Franz, warnte den Mutterkonzern vor einer Übernahme von Chrysler. Das wäre ein „Desaster“, sagte er „Automotive News Europe“. Chrysler habe nicht die richtige Modellpalette. Er hoffe, dass GM seine Lektion aus den schlechten Erfahrungen mit Fiat gelernt habe.

Die beiden US-Autobauer Chrysler und GM fahren Verluste ein und kämpfen mit hohen Rabatten um die Gunst der Käufer. Diese geben aber immer mehr kompakten, verbrauchsarmen Fahrzeugen den Vorzug, wie sie hauptsächlich von der japanischen Konkurrenz angeboten werden. Die „New York Times“ berichtete am Freitag unter Berufung auf Firmenkreise berichtet, die beiden Konzerne verhandelten über die mögliche Lieferung des von GM produzierten Geländewagens Chevrolet Tahoe an Chrysler. Als Zeitrahmen für die Gespräche seien sechs Monate vereinbart worden.

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