Lastwagen-Allianz mit MAN angepeilt
VW greift sich immer mehr von Scania

Europas größter Autobauer hat seine Beteiligung am schwedischen Lastwagenhersteller Scania aufgestockt. VW ist zudem bei MAN Hauptaktionär und strebt eine Lastwagen-Allianz der beiden Hersteller mit seiner eigenen Nutzfahrzeugsparte an.

HB STOCKHOLM. Der deutsche Autokonzern erhöhte seine Beteiligung an Scania von 18,7 Prozent auf 20,03 Prozent - das entspricht einem Stimmrechtsanteil von 35,31 Prozent statt bislang 34 Prozent, wie VW am Mittwoch mitteilte. Und die Deutschen wollen „möglicherweise weitere Käufe tätigen“. Volkswagen teilte mit, von der schwedischen Börsenaufsicht die Erlaubnis erhalten zu haben, seinen Anteil auf bis zu 49,99 Prozent zu erhöhen, ohne ein Pflichtangebot abgeben zu müssen.

Europas größter Autobauer ist Hauptaktionär von Scania und MAN und bemüht sich um eine Dreierallianz, in die die Wolfsburger ihr Lkw-Geschäft einbringen wollen. Erst am Dienstag hatte Scania VW-Vorstandschef Martin Winterkorn zu seinem neuen Chefkontrolleur nominiert. Im Scania-Aufsichtsrat soll Winterkorn die Nachfolge des früheren VW-Chefs Bernd Pischetsrieder als Vorsitzender des Gremiums antreten. Zudem war VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch zusammen mit VW-Nutzfahrzeugchef Stephan Schaller und Audi-Chef Rupert Stadler für den Aufsichtsrat des Scania-Konkurrenten MAN nominiert worden. Dass Piech im Mai den Vorsitz im MAN Aufsichtsrat übernimmt, gilt in Branchenkreisen als sicher.

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MAN erwartet Lkw-Allianz

MAN rechnet fest mit einer Lastwagen-Allianz mit VW und Scania. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Zusammengehen zu Stande kommt“, sagte MAN-Nutzfahrzeuge-Chef Anton Weinmann am Mittwoch in München. Wie lange es dauere, entscheide VW als größter Aktionär von MAN und Scania. Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch von MAN brauchten die Beteiligten ein bisschen Zeit zum Abkühlen. Aber „wie sich abzeichnet, wird man da einen Schritt weiterkommen“. Mittlerweile sei in der Diskussion, dass VW nicht nur seine schweren Lastwagen, sondern auch seine leichten Nutzfahrzeuge einbringe.

Der Zusammenschluss würde Synergien von 500 Mill. Euro bringen, die in Asien investiert werden sollten. „Die Europäer spielen in diesen eigentlichen Wachstumsmärkten keine Rolle“, sagte Weinmann. Nur mit einer Produktion vor Ort könnten sie in China und Indien konkurrenzfähig werden.

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