Lebensmittel
Der starke Franken belastet Nestlé

Der Höhenflug des Schweizer Franken wird immer mehr zur Belastung für die Unternehmen. Jetzt bekommt auch der weltgrößte Lebensmittelkonzern die Folgen zu spüren. Der Umsatz sinkt in den ersten neun Monaten deutlich.
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Der starke Schweizer Franken hat den weltgrößten Lebensmittelkonzern Nestle im bisherigen Jahresverlauf belastet. So ging der Umsatz in den ersten neun Monaten von 70,4 auf 60,9 Milliarden Franken (rund 49 Mrd Euro) zurück, wie Nestle am Donnerstag mitteilte.

Neben Währungseffekten hatten auch Verkäufe, hauptsächlich die Trennung vom Augenmittelspezialisten Alcon, einen mindernden Einfluss beim Umsatz. Organisch betrachtet legten die Erlöse allerdings um 7,3 Prozent zu. Analysten hatten in etwa mit soviel gerechnet.

Für 2011 gab sich der Hersteller von Nescafe, Mövenpick-Eis oder Kit Kat-Schokoriegeln optimistischer. „Für das Gesamtjahr gehen wir trotz Kostendrucks bei Rohstoffen davon aus, die langfristige Bandbreite von 5 bis 6 Prozent organischen Wachstums leicht zu übertreffen“, teilte Nestle mit. Zudem sollen sich die Margen weiter verbessern.

Der Höhenflug des Schweizer Frankens, ebenso wie steigende Rohstoffkosten, belasten die Schweizer Unternehmen schon seit Monaten. Die Währungseffekte hatten zuletzt beim Schokoladehersteller Lindt + Sprüngli deutliche Spuren in der Bilanz hinterlassen. Im ersten Halbjahr sank der Umsatz nach Angaben vom Dienstag um 4,7 auf 1,01 Milliarden Franken. Weil Lindt aber mit Kostensenkungen dagegen hielt, fiel der Reingewinn mit 32,1 Millionen Franken um fast ein Drittel höher aus als im Vorjahreszeitraum.

Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 1,03 Milliarden Franken und einem Gewinn von 24,4 Millionen Franken gerechnet. Für die kommenden Monate zeigte sich Lindt zuversichtlich und geht davon aus, der Konkurrenz weitere Marktanteile abnehmen zu können. Für das laufende Jahr bekräftigte das Unternehmen seine bisherigen Gewinn- und Umsatzziele. Der Umsatz soll demnach 2011 organisch um sechs bis acht Prozent steigen, beim Betriebsgewinn (Ebit) wird eine Margenverbesserung von 20 bis 40 Basispunkten angepeilt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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