Lebensmittelbranche
Kraft Foods spaltet sich

Milka-Produkte und Jacobs-Kaffee kommen in Deutschland ab Oktober von der Firma Mondelez International. Die Umbenennung ist Folge der Aufspaltung von Kraft Foods in einen amerikanischen und einen internationalen Zweig.
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NorthfieldSeit einem Jahr laufen die Vorbereitungen, am 1. Oktober ist es soweit, wie Kraft Foods am Donnerstagabend bekanntgab. Nach Börsenschluss findet die Aufspaltung statt. Vom Morgen des 2. Oktober an werden dann zwei Unternehmen an der Börse gehandelt.
Der nordamerikanische Zweig führt den Traditionsnamen Kraft weiter. In Deutschland und anderen Ländern prangt künftig der Kunstname Mondelez samt neuem Logo auf den Verpackungen der Lebensmittel. Mondelez setzt sich zusammen aus „Monde“ für „Welt“ in Anlehnung ans Lateinische und „delez“ in Anspielung auf das englische „delicious“ (lecker).

Zu Mondelez werden weltweit auch die Snacks und Süßwaren wie Oreo- und Lu-Kekse gehören. Bei Kraft Foods verbleiben unter anderem die Wurstwaren der in den USA beliebten Marke Oscar Mayer, das amerikanische Philadelphia oder auch Kaffee von Maxwell House.

Vorangetrieben hat die Teilung die jetzige Konzernchefin Irene Rosenfeld, die künftig der größeren Mondelez vorstehen wird. Sie geht davon aus, dass die beiden Einzelunternehmen besser wachsen können als zusammen. Allerdings verursacht die Aufspaltung erst einmal Milliardenkosten und wird 1600 Arbeitsplätze in Nordamerika kosten.

Kurz vor der Aufspaltung hat Kraft überdies noch die Nudel- und Fertiggericht-Marke Mirácoli an den Konkurrenten Mars verkauft. Das bedeutet nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) das Aus für die Mirácoli-Produktion im niedersächsischen Bad Fallingbostel zum Herbst. Die Beschäftigten dort wurden erst am Mittwoch informiert.

In Europa läuft es für den Lebensmittel-Multi derzeit mau. Hauptproblem ist der schwache Euro. Kraft versuchte mit Preiserhöhungen dagegen anzukämpfen. Konzernweit fiel der Umsatz im 2. Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 13,3 Milliarden Dollar (10,9 Mrd Euro). Unterm Strich blieb dank gesunkener Kosten ein Gewinn von 1,0 Milliarde Dollar übrig - ein Plus von 5 Prozent.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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