Lebensmittelkonzerne
Bei Danone sinkt der Umsatz

Schlechte Laune bei Danone. Der französische Lebensmittelkonzern hat im ersten Quartal weniger Umsatz gemacht. Vor allem das Geschäft mit Mineralwasser macht weiter Sorge. Dagegen lässt sich mit Babys und Kranken gut verdienen.

PARIS. Der französische Nahrungsmittelhersteller Danone hat im ersten Quartal 2009 die Wirtschaftskrise zu spüren bekommen. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent auf 3,67 Mrd. Euro, teilte das Unternehmen gestern mit. Trotzdem hat Danone, bekannt für Marken wie Activia, Actimel, Evian, Volvic und Fruchtzwerge, die Ziele für das Gesamtjahr weitgehend bestätigt: Der Gewinn soll zweistellig zulegen; der Umsatz soll allerdings etwas weniger als die mittelfristig angestrebten acht bis zehn Prozent wachsen.

„Das erste Quartal entspricht unseren Erwartungen und spiegelt ein schlechtes wirtschaftliches Umfeld wider“, kommentierte Danone-Chef Franck Riboud. In Krisenzeiten sei das aber eine gute Leistung im Vergleich zum Rekordquartal 2008. Die Danone-Aktie reagierte auch eher positiv. Zwar lagen die Zahlen leicht unter den Erwartungen der Analysten, doch die Bestätigung der Aussichten glich das wieder aus. Die Aktie, die zuletzt kaum von der allgemeinen Markterholung profitiert hatte, stieg deshalb zeitweilig um zwei Prozent auf knapp 38 Euro.

Vor allem Milchprodukte und Wasser sind von der Krise betroffen. Bisher bedeuteten Milchprodukte wie Actimel und Activia immer Umsatzzuwachs – bis Ende 2008. Doch in diesem Quartal schwächelt der Geschäftsbereich, der Umsatz sank um 1,2 Prozent. Allerdings erwartet Danone eine allmähliche Erholung im laufenden Jahr. Die Analysten von Oddo Securities halten das auch für wahrscheinlich: „In den Ländern, in denen Danone besonders aktiv ist, liefen die Milchprodukte schon im März besser.“

Auch in Flaschen abgefülltes Wasser wie Evian und Volvic war im ersten Quartal insgesamt nicht mehr so gefragt, der Umsatz ging um fast vier Prozent zurück. Das Geschäft mit Babykost und Gesundheitsprodukten läuft dagegen gut, in beiden Bereichen legten die Umsätze um zehn Prozent zu. Auf diesen Geschäftsbereich setzt das Unternehmen große Hoffnungen und hat ihn 2007 durch die milliardenschwere Übernahme des Milupa-Herstellers Numico verstärkt. In den vergangenen Jahren hatte sich Danone auch zunehmend auf als gesund geltende Lebensmittel konzentriert.

Vor allem in Europa zeigte Danone Schwächen, der Umsatz sank um 2,3 Prozent auf 2,19 Mrd. Euro. In Asien legte das Geschäft dagegen um rund zehn Prozent zu, der Rest der Welt um knapp fünf Prozent. In den Schwellenländern wuchs vor allem das Wassergeschäft.

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