LED-Markt
Osram ringt mit Seoul Semiconductor

Der Börsenkandidat Osram muss sich auf eine Verschärfung des Wettbewerbs im boomenden LED-Markt einstellen. „Das Geschäft wird schwieriger “ , sagte Manuel Zarauza, Europa-Chef von Seoul Semiconductor, dem Handelsblatt.
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DüsseldorfUrsache für die Verschärfung des Wettbewerbs sei laut Zarauza der Preisverfall, aber auch die Kapazitäten, die in jüngster Zeit aufgebaut wurden, so der Europa-Chef des Osram-Konkurrenten Seoul Semiconductor. Das LED-Geschäft werde sich ähnlich entwickeln wie das Speicherchip-Geschäft, das von heftigen Marktzyklen, Überkapazitäten und Preisverfall geprägt ist. "Das wird brutal."

Seoul Semiconductor liegt im LED-Markt knapp hinter Osram weltweit auf Platz vier und will rasch unter die Top drei vorstoßen. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten die Koreaner den Umsatz auf rund 800 Millionen Dollar mehr als verdoppeln. Im Gegensatz zu Osram will sich SSC ganz auf das reine LED-Geschäft konzentrieren und nicht ins Lösungsgeschäft zum Beispiel mit Leuchten einsteigen. „Wir wollen Partner der Leuchtenhersteller sein. Denen Konkurrenz zu machen kommt nicht in Frage“, sagte Zarauza.

Stattdessen setzen die Koreaner auf große Stückzahlen zu kleinen Preisen - was den Preisverfall in der Branche noch beschleunigen dürfte. Die Siemens.-Tochter Osram will im Herbst an die Börse und wirbt vor allem mit den Erfolgen im LED-Geschäft um die Gunst der Investoren.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
Axel Höpner
Axel Höpner
Handelsblatt / Büroleiter München

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