Lediglich kurze Arbeitsniederlegungen an den meisten anderen Opel-Standorten
Nur wenig Solidarität für Bochumer Kollegen

Die streikenden Opel-Beschäftigten aus Bochum stehen mit ihren Protesten im europaweiten Vergleich ziemlich allein. An den meisten anderen europäischen Standorten des General- Motors-Konzerns (GM) hat es am Dienstag nur kurze Arbeitsunterbrechungen gegeben. Zu größeren Störungen der Arbeitsabläufe ist es im Rahmen des europäischen Protesttages gegen den GM-Sanierungsplan in Ellesmere Port (Großbritannien) und Gleiwitz (Polen) nicht gekommen.

su/rev LONDON/WARSCHAU. Ein Sprecher der Gewerkschaft „Solidarität“ sagte, im Opel-Werk Gleiwitz werde gearbeitet. Die Gewerkschaft veranstalte ein Treffen mit 100 Vorarbeitern und Meistern, auf dem über die Situation in Bochum und anderen GM-Werken in Europa informiert werde.

Ein Sprecher der Gleiwitzer Stadtverwaltung sagte, die Situation im Opel-Werk sei ruhig. „Wir hoffen darauf, dass die von GM versprochenen weiteren 700 Arbeitsplätze bis zum Beginn 2005 geschaffen werden“, ergänzte er.

Die Beschäftigten der Saab- Werke in Schweden legten für zwei Stunden die Arbeit nieder, um an einer Informationsveranstaltung teilzunehmen. Auch im Vauxhall-Werk im britischen Ellesmere Port ist die Arbeit in der GM-Fabrik nur für kurze Informationsveranstaltungen unterbrochen worden, obwohl der US-Konzern auch in England Stellen abbauen will.

Bei der britischen GM-Marke Vauxhall fallen die Streichungen diesmal jedoch moderat aus. In dem PKW-Werk sollen 340 der 3 500 Arbeitsplätze wegfallen. In der Transporter-Fabrik von GM in Luton bei London sollen 94 Mitarbeiter gehen. Vor zwei Jahren hatte der US-Konzern in Luton ein Vauxhall-PKW-Werk geschlossen, 500 der mehr als 2 000 betroffenen Mitarbeiter hatte das Unternehmen einen neuen Arbeitsplatz im benachbarten Transporter-Werk angeboten. Vauxhall hat im vergangenen Jahr 115 Mill. Pfund (etwa 165 Mill. Euro) verloren – doppelt so viel wie 2002.

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