Ledvance
Betriebsräte erstellen Alternativkonzept zu Stellenabbau

LED-Leuchtmittel verdrängen seit Jahren klassische Lampen aus Haushalten und Unternehmen. Doch die Mitarbeiter von Ledvance wollen nicht akzeptieren, dass sie deswegen ihre Jobs verlieren.
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AugsburgDie Beschäftigten des Leuchtmittelherstellers Ledvance wollen sich mit dem Abbau von 1300 Stellen nicht abfinden und ein Alternativkonzept für alle betroffenen Standorte vorlegen. Dazu werde zunächst ein Wirtschaftssachverständiger beauftragt, kündigten die Betriebsratsvorsitzenden der Werke am Freitag nach einer Sitzung in Augsburg an. Bis zum Jahresende sollen erste Ergebnisse vorliegen.

Ledvance hatte angekündigt, mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze in Deutschland streichen zu wollen. Neben Augsburg soll auch das Werk Berlin geschlossen werden. In den Fabriken in Wipperfürth (Nordrhein-Westfalen) und im oberbayerischen Eichstätt sowie in der Zentrale in Garching bei München soll ebenfalls Personal abgebaut werden.

Die ehemalige Osram-Tochter hat seit Jahren Probleme, weil die klassischen Ledvance-Produkte wie Leuchtstoffröhren durch den Trend zu LED-Lampen ein Auslaufmodell sind. In modernen LED-Angeboten sehen die Mitarbeiter ihre Chancen. Die Arbeitnehmervertreter bekräftigten, dass es Zukunftskonzepte für das Unternehmen gebe. Die vorliegenden Papiere sollen zu einem Gesamtkonzept zusammengeführt werden.

Der Konzernbetriebsratsvorsitzende Andreas Jakob sagte, die „angebliche Alternativlosigkeit“ zu den Fabrikschließungen sei nicht haltbar. Die Ledvance-Geschäftsführung sei verpflichtet, Alternativen zu prüfen. Der Abbau von Arbeitsplätzen dürfe immer nur das allerletzte Mittel sein.

Am Mittwoch hatte es erstmals ein Treffen der Stadt Augsburg mit Vertretern des Unternehmens und dem Betriebsrat gegeben. Daran hatte auch Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) teilgenommen. Nach Angaben ihres Ministeriums könnte es eine Technologieförderung geben, falls Ledvance das Augsburger Werk mit rund 700 Beschäftigten doch nicht stilllegt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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