Leighton
Hochtief-Tochter wieder in der Gewinnzone

Die australische Baukonzern Leighton hat eine Serie von Rückschlägen offenbar hinter sich gelassen. Für das erste Halbjahr konnte das Unternehmen wieder Gewinne verbuchen. Die Jahresprognose wird dadurch unterstrichen.
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Sydney/DüsseldorfDie australische Hochtief -Tochter Leighton schreibt nach zahlreichen Pannen bei zwei Großprojekten wieder schwarze Zahlen. Der größte australische Baukonzern verbuchte im ersten Halbjahr 2012 einen Gewinn von 114,6 Millionen australischen Dollar - knapp 100 Millionen Euro -, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Seine Jahresprognose konnte Leighton-Chef Hamish Tyrwhitt bekräftigen.

Verzögerungen bei zwei Großprojekten in Australien hatten Leighton in den vergangenen Quartalen die Ergebnisse verhagelt und auch bei Hochtief zu hohen Abschreibungen geführt - die deutsche Konzernmutter schrieb im ersten Quartal deshalb einen Verlust vor Steuern von 90,9 Millionen Euro. Die Nachrichten aus Australien dürften nun aber für ein erstes Aufatmen in der Essener Hochtief-Zentrale sorgen: Eines der beiden Problem-Projekte, eine Verkehrsverbindung zum Flughafen Brisbane, sei abgearbeitet, versicherte Tyrwhitt. Das zweite Großprojekt, eine Wasseraufbereitungsanlage, solle zum Jahresende abgeschlossen werden.

Dem Aktienkurs von Leighton gaben die Zahlen indes keinen Auftrieb - den Anlegern bereitet der gestiegene Schuldenstand Sorge. Leighton-Aktien gaben deshalb nach. Tyrwhitt hatte sich zuletzt von der Entsorgungssparte der Tochter Thiess getrennt - der deutsche Remondis-Konzern hatte hier den Zuschlag erhalten. Leighton wird laut Tyrwhitt aber keine bekannten Töchter wie John Holland verkaufen.

Hochtief hatte im März die Jahresprognose wegen der Entwicklung bei der langjährigen Ertragsperle Leighton zusammenstreichen müssen - eine schlechte Nachricht auch für den neuen Hochtief-Mehrheitseigner ACS. Der von Real-Madrid-Präsident Florentino Perez geführte spanische Infrastrukturkonzern wird selbst von hohen Schulden gedrückt. ACS hatte zuletzt den Löwenanteil seiner Hochtief-Aktien an die spanische Großbank BBVA verpfändet. Das Geldhaus hat Zugriff auf 30,22 Prozent der Hochtief-Anteilsscheine. ACS hatte die Aktien als Sicherheit für die Refinanzierung eines Kredits eingesetzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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