Leighton
Tumult an der Spitze von australischer Hochtief-Tochter

Bei der australischen Hochtief-Tochter Leighton herrscht Chaos. Nach dem Rücktritt des Verwaltungsratschefs muss nun auch der Unternehmenschef seinen Hut nehmen. Die einstige Ertragsperle macht dem Mutterkonzern Sorgen.
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SydneyDie australische Hochtief-Tochter Leighton Holdings kommt nicht zur Ruhe. Einen Tag nach dem Rücktritt von Verwaltungsratschef David Mortimer hat das Unternehmen überraschend Hamish Tyrwhitt zum neuen Chef ernannt. Er löst David Stewart ab, der nur acht Monate im Amt war.

Gleichzeitig gab Hochtief bekannt, Stephen Johns ersetze an der Verwaltungsratsspitze David Mortimer. Dieser war am Mittwoch mit sofortiger Wirkung zurück getreten - nach 14 Jahren im Verwaltungsrat, fünf davon an der Spitze.

Australische Anleger reagierten geschockt auf die neusten Entwicklungen. Die Aktien von Leighton Holdings gaben in Sydney über drei Prozent nach. Analysten zeigten sich besorgt, der abrupte Abgang der beiden Manager könnte zu weiterer Instabilität führen im von Problemen geplagten Konzern. Institutionelle Anleger hatten seit Wochen eine Neuausrichtung im Aufsichtsrat gefordert, nachdem Leighton für das abgelaufene Geschäftsjahr wegen Problemen mit mehreren Projekten Abschreibungen von mehr als einer Milliarde australischer Dollar melden musste.  Auch gab Leighton einen Verlust von 405 Millionen australischen Dollar bekannt, das schlechteste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens.

„Exzellenter Nachfolger“

Stephen Johns war seit 2009 als Non-Executive-Direktor Mitglied des Leighton-Aufsichtsrats. Er dient auch in den Aufsichtsräten der Einkaufszentrumskette Westfield Holdings und dem Logistikunternehmen Brambles Limited. Johns werde „ein exzellenter Nachfolger von David Mortimer sein“, so Leighton am Donnerstag. Hamish Tyrwhitt gilt als erfahrener Manager und führte bisher erfolgreich das Asien-Geschäft von Leighton Holdings. Eine Wirtschaftskommentatorin meinte, seine Ernennung werde „augenblicklich die Moral im Unternehmen verbessern und den Exodus von Führungskräften bremsen“.

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