Leinenindustrie AG
Merckle-Unternehmen schreibt Verluste

Der schwäbische Milliardär Adolf Merckle muss einen erneuten Rückschlag einstecken: Die zur Merckle-Gruppe gehörende Württembergische Leinenindustrie AG habe mehr als die Hälfte ihres Grundkapitals verloren, teilte der Vorstand in Ulm mit. Grund seien drohende Abschreibungen auf die Wertpapiere des Anlagevermögens.

HB ULM. "Eine Überschuldung der Gesellschaft liegt derzeit nicht vor, weil die Gesellschaft stille Reserven in den Grundstücken in Blaubeuren hat", hieß es weiter.

An dem Unternehmen hält die Merckle-Beteiligungsgesellschaft VEM Vermögensverwaltung 90 Prozent der Anteile. Die Verlust hätten jedoch keinen Einfluss auf den angestrebten Überbrückungskredit für die VEM, sagte eine VEM-Sprecherin am Dienstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Nach früheren Informationen aus Finanzkreisen beläuft sich der Finanzierungsbedarf Merckles auf 700 Mio. bis 1 Milliarde Euro. Weitere Quellen sprechen davon, dass auf der VEM mindestens Schulden in Höhe von drei bis fünf Mrd. Euro lasten.

Hintergrund der Krise bei VEM sind Kapitalerhöhungen vor allem bei HeidelbergCement, die teilweise mit Krediten finanziert wurden. Als Sicherheiten für diese Kredite wurden Aktien hinterlegt. Durch die Finanzkrise ist deren Wert abgestürzt. Außerdem hatte sich der Milliardär bei Wetten mit VW-Aktien verzockt und einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag verloren.

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