Leo Apotheker
Ex-SAP-Chef wechselt an die Spitze von Hewlett-Packard

Überraschender Wechsel an der Spitze des Computerherstellers Hewlett-Packard: Leo Apotheker, bis vor kurzem noch Chef von SAP, wurde zum neuen Chef des amerikanischen Konzerns berufen. Damit steigt der 57-jährige Deutsche zu einem der wichtigsten Unternehmenslenker auf.
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NEW YORK/WASHINGTON. Den früheren SAP-Chef Leo Apotheker zieht es in die USA: Der frühere SAP-Chef Leo Apotheker steigt zum Vorstandsvorsitzenden des weltgrößten IT-Konzerns Hewlett-Packard (HP) auf. Wie das Unternehmen aus Palo Alto, Kalifornien, am Donnerstag überraschend mitteilte, rückt der Vertriebsexperte mit Wirkung vom 1. November an die Spitze von HP.

Der Deutsche folgt Mark Hurd nach, der im August wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung abgetreten war. Der Walldorfer Softwarekonzern hatte Apotheker im Februar überraschend entlassen. Mitauslöser war ein Zwist mit Kunden um Wartungsgebühren. Apotheker arbeitete 20 Jahre lang am Aufstieg der Software-Schmiede mit, stand dann aber nur neun Monate lang alleine an der Konzernspitze. HP-Aufsichtsrat Robert Ryan nannte Apotheker einen „strategischen Denker mit einer Leidenschaft für Technologie.“

Nur selten gelingt deutschen Managern der Sprung an die Spitze eines amerikanischen Top-Unternehmens, wie derzeit Klaus Kleinfeld bei Alcoa und Martin Richenhagen beim Agrarmischkonzern AGCO. In einer Pressemitteilung des Konzerns heißt es, Apotheker sei in den mehr als 20 Jahren bei SAP die treibende Kraft gewesen, die das Unternehmen zu seiner heutigen Größe gemacht habe.

Er habe die Forschung und Entwicklung modernisiert und neue Geschäftsmodelle entwickelt. Unter Apothekers Regie sei es zudem 18 Quartale in Folge gelungen, jeweils zweistellige Zuwachsraten im Softwaresegment zu erzielen.

Apotheker tritt die Nachfolge von Cathie Lesjak an, die im August dieses Jahres zur Interims-Chefin ernannt worden war. Lesjak, die seit 2007 Finanzchefin bei HP ist, wird diesen Posten auch weiterhin bekleiden. Wie HP weiter mitteilte, wird außerdem Ray Lane, Managing Partner bei Kleiner Perkings Caufield & Byers, vom 1. November an Mitglied des HP-Verwaltungsrates. Die Aktie von HP, die bereits mit einem Verlust von rund ein Prozent aus dem Handel gegangen war, gab nachbörslich um weitere 2,5 Prozent nach auf 41 Dollar.

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  • Konsequent irgendwie! Apotheker hat schon bei SAP bewiesen wie wenig er von ingenieuren hält da ist es nur Konsequent zu einem Konzern zu Wechseln der selbst nie wirklich innovativ tätig war. Mal abgesehen davon wird er auch seine Abneigung gegen Kunden jeglicher Art ausleben können. bis er Weg ist hält sich die Kundenbasis noch, was danach kommt kann ihm ja egal sein!

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