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17.06.2008 

„Wir folgen eigentlich immer der Textilindustrie“, sagt Probst. „ Einige Länder Osteuropas sind für uns bereits zu teurer. Der Blick geht in die Ukraine und nach Nordafrika, wo wir bereits produzieren.“ Erst vor zwei Jahren hat Leoni ein Werk in der Ukraine eröffnet, mit VCS kommen noch einmal mehrere tausend Beschäftigte in Nordafrika hinzu.

Neuen Schub erhofft sich Leoni über das Luftfahrtgeschäft. Erst Anfang Juni erhielten die Nürnberger einen Großauftrag von Airbus. Leoni wird die Verkabelung der Seitenleit- und Landefahrwerke übernehmen, der Auftrag hat in den kommenden fünf Jahren ein Volumen von fünfzig Mill. Euro.

„Wir wollen ein wichtiger Systemlieferant für die Luftfahrtindustrie werden“, sagt Probst. Die Nürnberger wollen sich auch bei der Ausschreibung des neuen Airbus-Hoffnungsträgers A 350 bewerben. Bei diesem Flugzeug will Airbus erstmals mit Systemanbietern arbeiten.


Die Preisrallye

Edelmetalle: Lange waren Rohstoffe günstig, doch der Boom in China und Indien treibt die Stahl-, Aluminium- und Kupferpreise in die Höhe. Nur langsam können die Minenbetreiber die Produktion hochfahren.

Preisklauseln: Leoni hat mit seinen Abnehmern Preisklauseln vereinbart, die Steigerungen werden durchgereicht. Allerdings fordern die Autohersteller drei bis vier Prozent Preisnachlass pro Jahr. Leoni verlagert die arbeitsintensive Fertigung von Bordnetzen von Osteuropa in die Ukraine und nach Nordafrika.

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