Leoni
Panne kostet Kabelfirma wohl Millionen

Über Jahre soll der Kabel-Hersteller Leoni zu geringe Gebühren für Softwarelizenzen gezahlt haben. Das summiere sich wohl auf einen Fehlbetrag von 20 Millionen Euro. Die Anleger schreckten an der Börse zurück.
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FrankfurtDer Kabel- und Bordnetze-Hersteller Leoni hat einem Zeitungsbericht zufolge über Jahre zu geringe Gebühren für Softwarelizenzen gezahlt. Das habe eine Überprüfung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ergeben, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Donnerstag vorab (Freitagausgabe). Der Betrag summiere sich auf mehr als 20 Millionen Euro. Die Leoni-Aktien rutschten um 4,5 Prozent ab.

„Es ist zutreffend, dass KPMG eine Überprüfung des Software Asset Managements bei Leoni durchgeführt hat. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden Schwachstellen identifiziert und Handlungsempfehlungen erteilt“, zitierte die Zeitung einen Unternehmenssprecher. Leoni lasse die Nutzungsvereinbarungen über Software und Lizenzen regelmäßig überprüfen. Das genaue Ausmaß wolle Leoni gegenüber der „FAZ“ nicht bestätigen. Auf Anfrage von Reuters war niemand bei Leoni erreichbar.

2016 hatten ein Betrugsfall und die teure Sanierung der Bordnetzesparte Leoni die Hälfte des Gewinns gekostet. Der operative Gewinn sackte auf gut 78 Millionen Euro ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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