Leuchtenhersteller: Insolvenzverwalter sieht Chancen für Hess

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Insolvenzverwalter sieht Chancen für Hess

Zwei Ex-Vorstände, gegen die wegen frisierter Bilanzen ermittelt wird und ein Millionenverlust im Jahr 2012: Leuchtenhersteller Hess scheint schwer verkäuflich zu sein. Dennoch ist der Insolvenzverwalter optimistisch.
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Villingen-SchwenningenDer Insolvenzverwalter des Schwarzwälder Leuchtenherstellers Hess sieht Chancen für eine Rettung des Unternehmens. Details werde er Anfang Mai bekanntgeben, bestätigte Volker Grub am Donnerstag einen Bericht des „Südkurier“. Ziel sei es, das Unternehmen mit seinen beiden Standorten Villingen-Schwenningen und Löbau bei Dresden als eine Einheit zu verkaufen. Es gebe dafür derzeit rund 30 Interessenten. Es liefen Verhandlungen. Einzelheiten wollte Grub nicht nennen. Ein erstes Tochterunternehmen hatte Hess bereits Mitte März verkauft.

Hess hatte Mitte Januar Insolvenz angemeldet. Zuvor waren die beiden Vorstände Christoph Hess und Peter Ziegler entlassen worden. Ihnen wird vorgeworfen, vor dem Börsengang des Unternehmens im vergangenen Oktober Bilanzen gefälscht zu haben. Staatsanwälte ermitteln gegen sie sowie gegen weitere Verdächtige.

Grub sieht die Vorwürfe als bestätigt an. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und interne Untersuchungen hätten gezeigt, dass es in dem Unternehmen Scheingeschäfte in größerem Umfang gegeben habe. Die beschuldigten Ex-Vorstände Hess und Ziegler haben die Vorwürfe in den vergangenen Wochen mehrfach bestritten.

Ein vom Aufsichtsrat in Auftrag gegebenes Gutachten hatte deutliche Fehler in den Jahresabschlüssen für 2011 und 2012 zutage gefördert. Danach wird für 2012 ein Verlust von mindestens 15 Millionen Euro erwartet.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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