Leuchtenhersteller Zumtobel schraubt Gewinnerwartungen zurück

Der österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel zollt der Entwicklung in der professionellen Beleuchtungsindustrie Tribut. Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2017/18 ein Umsatzminus von etwa acht Prozent.
Update: 25.01.2018 - 12:17 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen erwartet nun für das Gesamtjahr 2017/18 ein operatives Ergebnis von bis zu 25 Millionen Euro bei einem Umsatzminus von etwa acht Prozent. Quelle: Zumtobel Group
Zumtobel

Das Unternehmen erwartet nun für das Gesamtjahr 2017/18 ein operatives Ergebnis von bis zu 25 Millionen Euro bei einem Umsatzminus von etwa acht Prozent.

(Foto: Zumtobel Group)

BerlinDer österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel kommt nicht zur Ruhe. Neben anhaltenden Turbulenzen in der Führungsebene hat eine neuerliche Gewinnwarnung die Anleger verschreckt. An der Börse brach die Zumtobel-Aktie am Donnerstag in der Spitze um 17,8 Prozent auf ein Sechswochen-Tief von 9,12 Euro ein und hielten damit die rote Laterne im Wiener Leitindex ATX. Die Papiere des Münchener Rivalen Osram verloren 2,6 Prozent auf 71,50 Euro und fielen damit ebenfalls auf ein Sechswochen-Tief. Die Analysten der Baader Bank reagierten auf die Prognosesenkung mit einer Verkaufsempfehlung. Das Kursziel für Zumtobel senkten sie auf 8,50 von 12,50 Euro.

Als Grund für die abermalige Senkung der Gewinnziele für das Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende April) nannte Zumtobel eine auch im laufenden Quartal unter den Erwartungen liegende Entwicklung in der professionellen Beleuchtungsindustrie. Vor allem auf dem wichtigen Absatzmarkt Großbritannien seien deutliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Der Konzern mit Sitz in Dornbirn ist auf die Beleuchtung von Büros, Fassaden und Straßen spezialisiert.

Für das laufende Gesamtjahr 2017/18 werde nun ein operatives Ergebnis (bereinigtes Ebit) von 15 bis 25 Millionen Euro bei einem Umsatzrückgang von etwa acht Prozent anvisiert. Bislang lag die Ebit-Prognose bei 50 bis 60 Millionen Euro und einem Umsatzminus von rund fünf Prozent. Einzelheiten will das Management am 6. März bei der Veröffentlichung des Quartalsberichts bekanntgegeben werden.

Bereits zum Start in das laufende Geschäftsjahr schwächelte Zumtobel. Im zweiten Quartal rutschte das Unternehmen dann aufgrund eines höheren Kostendrucks in der Branche und einem schwächeren Geschäft in Großbritannien in die roten Zahlen. Auch danach kam der Konzern nicht aus den Negativ-Schlagzeilen. Nach der Gewinnwarnung im November legten im Dezember zwei Aufsichtsratsmitglieder ihr Mandat nieder.

Zugespitzt hatte sich die Situation dann im Januar, als Vorstandschef Ulrich Schumacher dem Aufsichtsrat seinen Rückzug anbot. Der einstige Infineon-Chef führt Zumtobel seit 2013 und verordnete dem Unternehmen einen Sanierungskurs, der Stellenstreichungen, Werkschließungen und Verkäufe vorsah.

Auch von Finanzchefin Karin Sonnenmoser gab es ein ähnliches Rückzugsangebot, das der Aufsichtsrat jedoch ablehnte. Das Kontrollgremium habe der Managerin „volle Unterstützung zugesagt“ und sie gebeten, weiter für den Konzern zu arbeiten. Die Gespräche zwischen Schuhmacher und dem Aufsichtsrat über eine Trennung dauern noch an.

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