Leverkusener Chemiekonzern
Lanxess investiert in den Bric-Staaten

Trotz Krise und den damit verbundenen Problemen baut der Leverkusener Chemiekonzern Lanxess sein Geschäft in Brasilien, Russland, Indien und China – den Bric-Ländern – aus. Gerade erst wurde in Russland eine eigene Vertriebsgesellschaft eröffnet, zudem steht Lanxess in Verhandlungen mit der Regionalregierung in Nischny Nowgorod.

LEVERKUSEN. Dort soll eine Produktionsanlage errichtet werden. Die Fertigstellung der ersten Anlage in der Region Dscherschinsk ist für Mitte 2010 geplant. Kooperationsabkommen über wissenschaftliche Forschungen mit der Russischen Akademie der Wissenschaften sollen zudem zur weiteren Präsenz von Lanxess in Russland beitragen.

Zwar werden wegen der Krise bestimmte Investitionen ebenso verschoben wie der Wechsel des Firmensitzes von Leverkusen nach Köln. Doch bei allen akut notwendig gewordenen Maßnahmen soll das Geschäft in den Bric-Ländern forciert werden. „Die Nachfrage in diesen Ländern wird einen wichtigen Beitrag leisten, die weltweite Konjunktur wieder zu beleben“, erklärte Lanxess-Chef Axel Heitmann in einem Gespräch mit dem Handelsblatt.

„Wir spüren bereits eine solide Nachfrage aus China“, berichtet Heitmann, „wenn auch auf niedrigerem Niveau als in den Boomjahren.“ Er beschreibt die Chinesen als ehrgeizige und positiv denkende Geschäftsleute, die ihr Land aufbauen wollen – „und das auch schaffen werden“. Ein Beispiel für die Managementqualitäten der Chinesen erlebt Heitmann schon jetzt täglich: der Personalchef des Konzerns ist ein Chinese.

Als ehemaliger Bayer-Mann in Asien hat der Lanxess-Vorstandsvorsitzende vor Ort die riesigen Chancen in Ländern wie in Indien und Asien hautnah erlebt: „Ich hatte die Chance, das Denken und Handeln der Menschen in dieser pulsierenden Region selbst kennen zu lernen.“ Daher legt er heute sein besonderes Augenmerk auf die Bric-Länder. So war Heitmann von der Rede des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos angetan. Acht Prozent Wachstum peilt Chinas Staatschef an – allen Widrigkeiten zum Trotz. Was die Chinesen in ihrem großen Reich alleine durch den Ausbau der Infrastruktur erreichen wollen. „Neue Straßen, Flughäfen und andere Transportsysteme sind Bereiche, in denen genau unsere Produkte zur Anwendung kommen“, freut sich Heitmann.

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