Lichttechnikkonzern
Osram will bis zu 290 Jobs abbauen

Der Lichttechnikkonzern Osram will im Geschäftsbereich „Leuchten und Lösungen“ Stellen abzubauen. Besonders betroffen sei der Standort Traunreut in Bayern. Produktions- und Verwaltungskosten seien dort zu hoch.
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MünchenDer Lichttechnikkonzern Osram will im Geschäftsbereich „Leuchten und Lösungen“ in den kommenden zwei Jahren 250 bis 290 Arbeitsplätze abbauen. Betroffen sei vor allem der Standort Traunreut in Bayern, wo die auf Straßen-, Stadien- oder Flughafenbeleuchtung spezialisierte Tochter Siteco ihren Sitz hat, wie Osram am Dienstag mitteilte. Dort seien die Kosten für Produktion und Verwaltung zu hoch; der Stellenabbau soll die Geschäftseinheit aus den roten Zahlen bringen. Zudem verschiebe sich die Nachfrage von traditionellen hin zu LED-Produkten, deren Fertigung einfacher und weniger personalintensiv sei.

Siteco, einst als Hausgeräte- und Leuchtenwerk von Siemens gegründet und seit 2011 unter dem Dach des ebenfalls von Siemens ausgegliederten Lichttechnikkonzerns Osram, beschäftigt nach eigenen Angaben rund 1100 Mitarbeiter weltweit. Neben Außenleuchten bietet das Unternehmen Beleuchtung für Büro- und Industriegebäude oder Einkaufszentren.

Wie Osram weiter mitteilte, sollen Bewerbungen von Mitarbeitern aus Traunreut am rund 160 Kilometer entfernten Standort Regensburg bevorzugt berücksichtigt werden. Dort will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 1000 neue Stellen im Geschäft mit optischen Halbleitern aufbauen. Osram setzt auf die hohe Nachfrage von Infrarot-Chips, die für Iris-Scanner in Smartphones eingesetzt werden. Im Geschäft mit Handy-Herstellern sieht der Lichttechnikkonzern eine neue Marktchance; nach dem Verkauf des klassischen Glühbirnengeschäfts nach China erzielt Osram derzeit die Hälfte seiner Einnahmen mit Lichttechnik für Autos.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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