Lieferengpässe
Toyota muss US-Ziele senken

Toyota leidet immer stärker unter den Folgen des Erdbebens. Wegen Lieferengpässen muss der Autokonzern seine Geschäftsziele in den USA senken.
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Toyota schraubt seine Fertigung in Nordamerika wegen fehlender Teile aus Japan noch weiter herunter. Montags und freitags bleiben die Fabriken wie gehabt geschlossen; zusätzlich laufen sie am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag nur auf halber Kraft.

Eine Woche stehen die Bänder sogar komplett still. Die Einschränkungen gelten vom 26. April bis zum 3. Juni. Danach werde erneut entschieden, teilte Toyota Nordamerika am Dienstag mit.

Das Erdbeben vom 11. März und seine Folgen hatten den weltgrößten Autohersteller hart getroffen. Erst in dieser Woche war die Fertigung an allen Standorten in Japan wieder angelaufen, allerdings vorerst nur mit halber Auslastung. Es fehlen immer noch Teile von Zulieferern. Toyotas eigene Komponentenwerke fielen ebenfalls zwischenzeitlich aus. Deshalb ruckelt es auch bei den Fabriken im Ausland.

Die Toyota-Standorte außerhalb Japans erhalten zwar die meisten Teile von Zulieferern in der Region, doch einige wichtige Komponenten wie die Elektronik beziehen sie weiterhin aus dem Heimatland. Auch in Europa musste der Konzern seine Fertigung drosseln. Toyota Deutschland warnte bereits vor Lieferengpässen bei Neufahrzeugen.

In den USA und Kanada sieht die Lage bei den Händlern noch etwas entspannter aus: Die Höfe stehen üblicherweise voll mit Neuwagen, weil die Amerikaner ihr Auto gleich mitnehmen wollen. Dieser Puffer wird allerdings über kurz oder lang ebenfalls aufgebraucht sein.

Toyota warnte seine Händler jüngst davor, dass es während des Sommers zu Engpässen kommen kann. Konkurrenten wie Honda oder Nissan stehen vor ähnlichen Problemen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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