Lieferverträge mit Gazprom
Eon sichert sich russisches Erdgas bis 2036

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon hat sich langfristig Gas aus Russland gesichert. Neue Lieferverträge mit dem russischen Energieriesen Gazprom sollen die Versorgung Deutschlands und Europas gewährleisten. Denn momentan steigt der Verbrauch, aber die Förderung in Europa geht zurück.

HB DÜSSELDORF. Eon und Gazprom hätten in Moskau Verträge über die Lieferung von insgesamt 400 Mrd. Kubikmetern Erdgas bis zum Jahr 2036 geschlossen, teilte der größte deutsche Energiekonzern am Dienstag in Düsseldorf mit. Damit würden einerseits bestehende Verträge verlängert, andererseits werde aber auch die Lieferung zusätzlicher Erdgasmengen vereinbart, die ab den Jahren 2010/2011 durch die neue Ostseepipeline in Richtung Deutschland fließen sollen. Die jährliche Lieferung von rund 24 Mrd. Kubikmetern entspreche dabei einem Drittel der derzeit von E.ON Ruhrgas beschafften Gasmenge.

Eon will sich zudem am Bau von zwei neuen Gasleitungen beteiligen, die die rund 1 200 Kilometer lange Pipeline durch die Ostsee an das deutsche Gasnetz anschließen werden. Durch die Pipeline wird voraussichtlich ab 2010 russisches Erdgas aus dem westlichen Sibirien nach Deutschland fließen. Die Pipeline endet auf deutscher Seite in Greifswald.

Eon leiste mit dem Vertragswerk „erneut einen wichtigen Beitrag dazu, die Versorgung Europas mit Erdgas weit in die Zukunft zu sichern und unsere Position im europäischen Gasmarkt weiter zu stärken“, betonte Konzernchef Wulf Bernotat. Zudem festige Eon seine Partnerschaft mit dem weltweit größten Gasproduzenten, ergänzte der Chef der Eon-Tochter Ruhrgas, Burckhard Bergmann.

Eon will zusammen mit Gazprom auch das Gasfeld Juschno Russkoje erschließen, über dessen Ausbeutung die beiden Konzerne sich im Juli verständigt hatten. Juschno Russkoje gehört zu den größten Erdgasfeldern der Welt und verfügt über Reserven von mehr als 700 Mrd. Kubikmetern – das ist mehr als sieben Mal so viel wie in Deutschland in einem Jahr verbraucht wird. An dem Feld ist auch der deutsche Chemieriese BASF über seine Tochter Wintershall beteiligt. Das Feld steht indes nicht in Zusammenhang mit den am Dienstag vereinbarten Lieferungen. Denn die dort gewonnenen Mengen sollen später durch Gazprom vermarktet werden.

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