Linde-Konkurrent
Gewinnrückgang bei BOC

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der britische Industriegase-Hersteller BOC Group auf Grund des Verkaufs zweier Sparten drei Prozent weniger Gewinn eingefahren als im Jahr zuvor.

HB LONDON. Seinen operativen Gewinn für die zwölf Monate bis Ende September bezifferte der Linde-Konkurrent am Donnerstag auf 543,5 Mill. Pfund (gut 800 Mill. Euro). Den bereinigten Gewinn je Aktie nannte BOC mit 67,5 Pence - ein Plus von sieben Prozent. An der Londoner Börse legten die BOC-Aktien fast zwei Prozent auf 1150 Pence zu. Sie profitierten dabei davon, dass das Unternehmen Branchenkreisen zufolge einen Logistik-Vertrag im Wert von einer Milliarde Pfund abschloss.

BOC teilte mit, seine Logistiksparte Gist habe ihr Abkommen mit Marks & Spencer über den Vertrieb der gekühlten Lebensmittel des Einzelhändlers in Großbritannien bis 2011 verlängert. Diese Verlängerung sei eine Milliarde Pfund wert, hieß es in den Kreisen. Nach BOC-Angaben liefert Gist zum Beispiel jährlich rund 100 Mill. Sandwiches an rund 420 Filialen von Marks & Spencer.

Den Rückgang des operativen Gewinns begründete BOC-Chef Tony Isaac mit zwei Spartenverkäufen. So trennte sich der Konzern im Juli 2004 von seinem US-Geschäft mit Flaschengas, das im Jahr einen Umsatz von 240 Mill. Dollar erreichte. Im März dieses Jahres verkaufte BOC zudem seine Kontrollmehrheit am südafrikanischen Unternehmen Afrox Healthcare.

Wie der Konzern weiter mitteilte, steigerte die Sparte BOC Edwards, die die Halbleiter-Industrie mit hochreinen Gasen und Anlagen beliefert, ihr operatives Ergebnis im Abschlussquartal zwar zur Vorperiode, blieb aber unter dem Niveau des Vorjahres. Noch gebe es keine deutlichen Anzeichen für eine Erholung der Nachfrage nach Halbleiter-Anlagen.

Zuletzt gab es sowohl zu Linde als auch zum Chemiekonzern BASF Spekulationen über Fusionen mit BOC. Die beiden deutschen Unternehmen haben die Berichte dementiert.

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