Linde steht beim Verkauf nicht unter Zeitdruck
Japaner winken bei Linde-Staplern ab

Finanzinvestoren liegen im Rennen um die Übernahme der Gabelstaplersparte von Linde vorn. Die auch als Interessenten genannten japanischen Konzerne Toyota und Komatsu haben sich nach Angaben von Unternehmenssprechern zurückgezogen.

bas/gil/mm/pk DÜSSELDORF/FRANKFURT. Toyota als Weltmarktführer befürchtet Kartellprobleme, Komatsu sieht die Margen im Kerngeschäft mit Bau- und Minenausrüstung als höher an. Dadurch dürften die rund 15 Finanzinvestoren, die an der Linde-Sparte „Material Handling“ interessiert sind, die besseren Chancen haben.

Linde will für 15 Mrd. Euro den britischen Gasespezialisten BOC übernehmen. Zur Finanzierung wird neben einer Kapitalerhöhung, einer Anleihe und Krediten der Verkauf der Sparte Gabelstapler erwartet. Linde-Chef Wolfgang Reitzle hat bisher nur gesagt, dass Linde eine reine Gas-Gesellschaft werden wolle. Ein Verkauf der Gabelstaplersparte, die mit einem Umsatz von 3,6 Mrd. Euro der weltweit zweitgrößte Anbieter nach Toyota ist, dürfte rund drei Mrd. Euro einbringen.

Nach Angaben aus Finanzkreisen sind unter den Interessenten die Finanzinvestoren BC Partners, Apax, Cinven, KKR, CVC und Permira. Keine dieser Gesellschaften habe aus früheren Gesprächen mit Linde-Chef Reitzle einen Vorteil, heißt es. Der offizielle Verkaufsprozess soll erst nach dem formellen Abschluss der BOC-Übernahme beginnen. Linde erwartet die Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörden nicht vor Ende Mai. Der Vollzug der Übernahme wird für September erwartet. Linde steht beim Verkauf nicht unter Zeitdruck, da sich das Unternehmen eine großzügige Brückenfinanzierung über 15 Mrd. Euro gesichert hat.

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