Linde-Tochter Gist
Logistik-Verkauf soll 810 Millionen Euro bringen

Gist soll unter den Hammer. Der Mutterkonzern Linde zählt den Kühllogistiker nicht mehr zum Kerngeschäft und will verkaufen. Schon Ende Januar sollen die ersten Informationsprospekte an Interessenten verschickt werden.

Frankfurt/LondonDer Industriegaskonzern Linde bringt den Verkauf seiner Kühllogistik-Tochter Gist auf den Weg. Die Münchner hätten die US-Investmentbank Morgan Stanley damit beauftragt, einen Abnehmer für das Geschäftsfeld zu finden, das mit rund 5000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 570 Millionen Euro erwirtschaftet, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Linde hoffe auf einen Erlös von mehr als 600 Millionen Pfund (810 Millionen Euro), sagte ein Insider. Der neue Linde-Chef Wolfgang Büchele hatte bereits im vergangenen Jahr erklärt, er zähle Gist nicht mehr zum Kerngeschäft des Unternehmens, das sich immer mehr auf Industriegase und den dazugehörigen Anlagenbau konzentriert.

Gist liefert gekühlte Nahrungsmittel und Getränke vor allem in Großbritannien, zu den größten Kunden zählt die Kaufhauskette Marks & Spencer. Ende Januar sollten die ersten Informationsprospekte an Interessenten verschickt werden, sagten die Insider. Erste Angebote werden für Ende Februar erwartet. Als Bieter gelten Logistiker wie die Deutsche Post, UPS, Kuehne+Nagel, Imperial sowie üblicherweise Finanzinvestoren.

Linde erklärte, es gebe keine neuen Entwicklungen in der Sache. Morgan Stanley lehnte eine Stellungnahme zu den Angaben ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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