Linde-Tochter in guter Verfassung
Still ist fit für den Verkauf

Linde will den Maschinenbauer Still zusammen mit der gesamten Gabelstapler-Sparte verkaufen. Der Zeitpunkt ist dabei günstig, denn die Tochter präsentiert sich aktuell in guter Verfassung.

HB HAMBURG. Alle wichtigen Unternehmensdaten wie Auftragseingang, Umsatz und Ertrag zeigten klar nach oben, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mit. „Die 2004 eingeleitete Restrukturierung bringt jetzt die ersten Früchte“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Rolf Karg. „Auf der Ertragsseite haben wir die Wende geschafft und im vergangenen Jahr ein deutlich positives Ergebnis erwirtschaftet.“

Still hatte zuletzt für das Jahr 2004 eine konkrete Gewinnzahl veröffentlicht und damals einen Verlust von 4,3 Mill. Euro vor Steuern und Zinsen (Ebita) gemeldet. Danach strich das Unternehmen in Deutschland mehr als 250 Arbeitsplätze, baute aber gleichzeitig im Ausland die Belegschaft leicht auf. Der Hersteller von Gabelstaplern und Lagertechnik erwirtschaftet rund 62 Prozent seiner Umsätze im Ausland. „Im Hinblick auf die Pläne unserer Muttergesellschaft wollen wir keine neuen Ertragszahlen nennen“, sagte Karg. Der Personalabbau sei aber zu Ende; die Gesamtbelegschaft der Gruppe von zuletzt gut 6200 Mitarbeitern werde eher leicht aufgestockt.

Im vergangenen Jahr verkaufte Still 38 000 (Vorjahr: 34 800) Geräte und erreichte ein Umsatzplus von 7,3 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro. Auch das laufende Jahr habe gut begonnen. „Unser Geschäft ist vom weltweiten Logistik-Markt abhängig, der beständig wächst“, sagte der Still-Chef. Die wachsenden Warenströme müssten ein- und ausgelagert und umtransportiert werden, so dass der Weltmarkt für Lagertechnik und Gabelstapler in diesem Jahr um gut fünf Prozent wachsen könne. In Europa, dem Schwerpunktmarkt von Still, gebe es besonders gute Aussichten für Elektro-Stapler, wo das Unternehmen europäischer Marktführer sei.

Still überarbeitet bis 2008 die gesamte Produktpalette. „Dabei haben wir schon mehr als die Hälfte des Weges zurückgelegt“, sagte Karg. Die neuen Produkte seien nicht nur technologisch ein großer Schritt nach vorn, sondern in ihrem gesamten Lebenszyklus, also einschließlich der Betriebs- und Wartungskosten, rund 15 Prozent günstiger als die Vorgängerprodukte. Damit könne sich Still auf den Märkten sehr wettbewerbsfähig präsentieren.

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