Live-Rechte für die Bundesliga
Premiere vertröstet Aktionäre

Zwei Monate vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison steht die Kooperation der Abo-Sender Premiere und Arena weiterhin auf der Kippe. Auch auf der Hauptversammlung wurde der Vorstand mitnichten konkret.

HB MÜNCHEN. Premiere-Vorstandschef Georg Kofler sagte am Freitag auf der Hauptversammlung in München, nach den Bedenken des Bundeskartellamts feilten die beiden Sender an Details, um Premiere-Kunden doch noch Bundesliga über Satellit zu ermöglichen. „Die Gespräche verlaufen konstruktiv, und wir erzielen gute Fortschritte“, sagte Kofler den Aktionären, machte aber keine konkreten Angaben.

Arena hatte die Live-Rechte für die Bundesliga gekauft, aber zu wenig eigene Abonnenten gewonnen und deshalb eine umfassende Zusammenarbeit mit dem Hauptkonkurrenten Premiere vereinbart. Für die Ausstrahlung der Fußballübertragungen auf Premiere bekam Arena Erlösanteile sowie rund 17 Prozent der Premiere-Aktien. Gegen diesen Schulterschluss erhoben die Wettbewerbshüter im April Einspruch.

Premiere hatte im vergangenen Jahr 156 000 Abonnenten verloren und 162 Millionen Euro Verlust gemacht. Mit Hilfe der Fußball-Kooperation mit Arena wollte Premiere im laufenden Jahr eigentlich 300 000 neue Abonnenten gewinnen und beim Ergebnis eine „schwarze Null“ erreichen. Eine fundierte neue Prognose könne der Sender leider erst nach der Entscheidung des Kartellamts geben, vertröstete Kofler die Aktionäre. „Auch wenn 2006 heftige Stürme tobten, die Fundamente unseres Geschäftes sind unverändert stabil“, versicherte er, räumte aber zugleich ein: „Zu einem erfolgreichen Programm-Mix gehören natürlich die Live-Übertragungen der Fußball-Bundesliga.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%