Lkw-Bauer
MAN leidet unter der Brummi-Krise

Werk ein Geld hat, neue Lkws zu kaufen, der kauft auch keine. MAN leidet natürlicherweise unter den Riesenproblemen der Spediteure. Allerdings schaffte es der Lkw-Bauer im ersten Quartal, Gewinne zu schreiben.

HB MÜNCHEN. Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN hat im ersten Quartal erneut unter dramatischen Absatzrückgängen im Lastwagengeschäft gelitten und stellt sich auf eine lange Krise ein. Derzeit sehe er keine Anzeichen für eine Besserung der Lage, sagte MAN-Chef Hakan Samuelsson am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz. Selbst ein Verlust im Lastwagengeschäft sei für das Gesamtjahr nicht auszuschließen. Etwas besser sehe es noch in den Geschäftsbereichen Turbomaschinen und Dieselmotoren aus. Insgesamt dürften Umsatz, Ergebnis und Auftragseingang in diesem Jahr aber sinken.

MAN werde daher wie angekündigt voraussichtlich auch im zweiten Halbjahr in Kurzarbeit gehen, sagte Samuelsson. „Wir sind in Gesprächen mit dem Betriebsrat. Ich gehe davon aus, dass wir eine Vereinbarung schließen können.“ Die Zahl der Schließtage dürfte sich auf einem ähnlichen Niveau bewegen wie im ersten Halbjahr, wo die Produktion an insgesamt 70 Tagen ruhen soll.

„Die Konjunkturdelle könnte länger dauern als angenommen“, sagte der MAN-Chef. Kurzarbeit sei daher ein gutes Mittel, um Kosten zu sparen, aber gleichzeitig die festen Mitarbeiter zu halten. Bislang hat sich MAN für dieses Jahr Einsparungen in Höhe von einer halben Milliarde Euro vorgenommen. Weitere Sparmaßnahmen seien aber nicht ausgeschlossen, sagte Samuelsson. „Wir werden alles tun und sparen, wo es möglich ist.“ Neben den Produktionskürzungen über Kurzarbeit sehe er beispielsweise auch noch in der Verwaltung Spielraum.

Im ersten Quartal sank der Überschuss von 322 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 181 Mio. Euro. Dies war aber mehr als von den meisten Analysten erwartet. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach von 423 auf 100 Mio. Euro ein. Der Umsatz ging um gut ein Viertel auf 2,6 Mrd. Euro zurück. Auch der Auftragseingang zeigte deutlich nach unten. Nach knapp 4,9 Mrd. Euro im Vorjahr konnte sich MAN zwischen Januar und Ende März neue Aufträge im Wert von lediglich 2,3 Mrd. Euro in die Bücher schreiben.

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