Lkw-Bauer
Volvo erholt sich von der Konjunkturflaute

Neue Aufträge: Volvo baut derzeit wieder mehr Lastwagen. Doch Volvo ist nicht der einzige schwedische Hersteller mit einem deutlichem Plus.
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StockholmDer schwedische Lkw-Bauer Volvo erholt sich langsam von den Folgen der Konjunkturflaute auf beiden Seiten des Atlantiks: Im zweiten Quartal stiegen die Aufträge bei dem Daimler-Konkurrenten auf allen großen Märkten im zweistelligen Bereich. Die einzige Ausnahme bildete Asien, wo die Neubestellungen leicht zurückgingen.

Der operative Gewinn fiel indes auf 3,26 Milliarden Schwedische Kronen (rund 383 Millionen Euro) nach 7,71 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum, wie Volvo am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten mit lediglich 2,47 Milliarden Kronen gerechnet. Die Zahl der Auslieferungen schrumpfte um vier Prozent, am stärksten war Europa vom Absatzrückgang betroffen. Der weltweite Auftragseingang kletterte dagegen um 16 Prozent. Der schwedische Rivale Scania hatte vergangene Woche ebenfalls von einem kräftigen Plus bei den Neubestellungen berichtet. Die VW -Tochter fährt deshalb ihre Produktion wieder hoch. Auch Volvo wolle wieder etwas mehr Fahrzeuge in Europa fertigen, sagte Konzernchef Olof Persson.

Ungeachtet einer Phase der Rezession in der Euro-Zone seien die Bestellungen in jüngster Zeit wieder gestiegen. Dieser Schwung hält laut Persson auch in den ersten Wochen des dritten Quartals an. Viele Kunden hatten während der langen Krisenjahre keine neuen Lastwagen angeschafft und kaufen jetzt Ersatz für ihre teils überalterten Fahrzeuge. Zudem rückt die Einführung der schärferen Abgasvorschrift Euro VI näher. Ob es dadurch zu spürbaren Vorzieheffekten kommt, ist laut Daimler noch schwer einzuschätzen. Der Stuttgarter Lkw-Bauer rechnet im weiteren Jahresverlauf mit "einer moderaten Belebung" im europäischen Lastwagenmarkt, auch wenn fürs Gesamtjahr wegen der schwachen Wirtschaft ein Rückgang von fünf Prozent zu erwarten sei.

Volvo verbuchte in Europa, seinem wichtigsten Markt, zuletzt ein Auftragsplus von 13 Prozent. In den USA werde ebenfalls wieder Boden gutgemacht, nachdem das Unternehmen um die Jahreswende noch mit starkem Gegenwind kämpfen musste. In Brasilien, der wichtigsten Volkswirtschaft Südamerikas, sorgten Anreize der Regierung für einen Auftragsboom. Das Geschäft in Asien habe sich stabilisiert, hieß es.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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