Lkw-Boom im Nahen Osten: Die Distanzen sind lang, die Berge steil

Lkw-Boom im Nahen Osten
„Auf unseren Stühlen sitzen die Chinesen“

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Die Distanzen sind lang, die Berge steil

Für die europäischen Hersteller ist diese Entwicklung eine besondere Herausforderung: Erstmals treffen sie mit den Chinesen auf dem Weltmarkt auf Augenhöhe zusammen. Das war bisher weder in Europa noch in China der Fall. In Europa sind Sicherheits- und Abgasvorschriften eine noch unüberwindliche Hürde. Und in China hat die Regierung beide Seiten in Joint Ventures zur Zusammenarbeit verdonnert.

Doch die Chinesen haben in den Gemeinschaftsunternehmen die Technik ihrer westlichen Partner übernommen. Im Nahen Osten können sie nun ihre neu gewonnenen Fertigkeiten einsetzen. Das hat aus Sicht von Arthur D. Little Präzedenzcharakter: Gelingt es den Chinesen hier, sich gegen die immer noch höherwertige Technik ihrer westlichen Konkurrenten durchzusetzen, dann haben sie auch in anderen Schwellenmärkten wie Afrika oder Südamerika gute Chancen. In beiden Regionen dienen sich die Chinesen zudem als politische Partner und Investoren für Infrastrukturprojekte an.

Doch der Markt im Nahen Osten ist anspruchsvoll. Lastwagen im Iran oder Saudi-Arabien müssen andere Anforderungen erfüllen als die im Westen: Die Distanzen sind lang, die Berge steil, Hitze und Sand schaden den Motoren. Die Trucks müssen in diesen Bedingungen öfter gewartet werden als in Europa. Hinzu kommt die mangelnde Sicherheit auf den Straßen und die meist kaum vorhandene Ausbildung der Fahrer, oft eingewanderte Gastarbeiter aus Pakistan oder Indien. Die hoch entwickelten Cockpits und Assistenzsysteme westlicher Trucks sind hier eher hinderlich, einfache Bedienungsmuster sind gefragt.

Doch die Anforderungen ändern sich. „Der Markt verschiebt sich von einfachen Lastwagen zu hoch qualitativen Fahrzeugen“, sagen die Experten von Arthur D. Little. Waren bislang vor allem Billigtrucks und Baustellenfahrzeuge gefragt, so verlangen diese Länder nun zunehmend hochwertige Lastwagen, beispielsweise für Kühltransporte für die wachsende Mittelschicht im Iran, dessen Bevölkerung fast so groß ist wie die in Deutschland. Im Iran soll die Lkw-Nachfrage in den kommenden zehn Jahren um 63 Prozent zunehmen, in der Türkei um 48 Prozent, Saudi-Arabien soll um 40 Prozent wachsen.

Eine offene Situation also für Hersteller wie Daimler, MAN und deren Zulieferer. „Was in den kommenden zehn Jahren im Lkw-Markt im Nahen Osten geschieht, hat Auswirkungen für alle Hersteller, ihre Zulieferer und industriellen Anteilseigner“, schließt Arthur D.Little.

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Kommentare zu " Lkw-Boom im Nahen Osten: „Auf unseren Stühlen sitzen die Chinesen“"

Alle Kommentare
  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme.

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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