Lkw-Geschäft
VW erwägt zweites Gemeinschaftsunternehmen in China

Volkswagen überlegt, ein zweites Joint Venture für Nutzfahrzeuge in China zu gründen. Die alte Partnerschaft schwächle seit langer Zeit. Ziel ist eine breitere Aufstellung der beiden Lkw-Marken Scania und MAN weltweit.
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FrankfurtVolkswagen könnte sein Nutzfahrzeuggeschäft in China durch ein zweites Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen VW-Partner FAW stärken. „Die sind stark im Truckgeschäft“, sagte VW-Trucks-Chef Andreas Renschler dem „Manager Magazin“ in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. Ein zweites Joint Venture neben dem bestehenden Gemeinschaftsunternehmen von MAN mit dem chinesischen Lkw-Bauer Sinotruk „wäre ein Modell“. Zu Sinotruk äußerte sich Renschler kritisch: „Diese Partnerschaft existiert bereits seit einer gefühlten Ewigkeit, mit wenig Auf und viel Ab.“ In das Management von Sinotruk könnte der VW-Konzern eigene Vertreter entsenden, ergänzte er.

Renschler, der von Daimler nach rund einem Jahr Karenzzeit 2015 an die Spitze des Nutzfahrzeuggeschäfts von VW gewechselt war, will den Konzern mit seinen Lkw-Marken Scania und MAN international breiter aufstellen. Dazu hat VW mit dem US-Hersteller Navistar eine Allianz geschlossen. Die Behörden gaben grünes Licht für die Zusammenarbeit und die Beteiligung von VW an Navistar, wie VW am Mittwoch mitteilte. Der Wolfsburger Konzern kaufte 16,6 Prozent für 256 Millionen Dollar am kleinsten US-Lkw-Hersteller, um einen Fuß auf den US-Markt zu bekommen. Die VW-Töchter sind dort bisher nicht vertreten. Mit gemeinsamer Entwicklung und Einkauf wollen die Unternehmen Kosten senken. Das würde Renschler helfen, das Ziel einer operativen Rendite von durchschnittlich neun Prozent mittelfristig zu erreichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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