Lkw-Geschäft
VW-Tochter MAN erleidet Gewinneinbruch

Die schwache Nachfrage in Europa macht der Volkswagen-Tochter MAN zu schaffen. Im Kerngeschäft mit Nutzfahrzeugen ist der Betriebsgewinn um mehr als die Hälfte eingebrochen. Es ist wenig Besserung in Sicht.
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MünchenDie Eurokrise und die sich abkühlende Konjunktur haben dem Lastwagen- und Bushersteller MAN in den ersten sechs Monaten des Jahres einen deutlichen Gewinnrückgang eingebrockt. Das operative Ergebnis fiel von 762 Millionen Euro im Vorjahr auf 471 Millionen Euro, wie MAN am Mittwochabend in München mitteilte. Der DAX-Konzern beklagte eine Verunsicherung vieler Kunden wegen der Schuldenkrise.

Der Umsatz der MAN-Gruppe lag mit 7,7 Milliarden Euro drei Prozent unter dem des Vorjahreshalbjahres. Der Auftragseingang verringerte sich im selben Zeitraum von 8,8 Milliarden Euro auf 8,3 Milliarden Euro. Vom ersten zum zweiten Quartal sank das Ordervolumen von 4,3 Milliarden auf 4,0 Milliarden Euro. Die MAN-Gruppe geht für das Gesamtjahr von einem leicht rückläufigen Umsatz aus.

Besonders ausgeprägt war das Minus im Bereich Nutzfahrzeuge. Hier fiel das operative Ergebnis in den ersten sechs Monaten des Jahres von 475 Millionen auf 211 Millionen Euro. Den Einbruch auf dem EU-Markt konnte MAN zwar durch Zuwächse in Russland und außerhalb Europas ausgleichen, allerdings mit teilweise geringeren Margen, teilte das Unternehmen mit.

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  • Das ist auch kein Wunder; die Preise / Angebote von MAN sind inzwischen so weit von der Konkurrenz entfernt, daß die Spediteure sich eher bei der Konkurrenz eindecken. Es handelt sich hierbei um Größenordnungen von ca. 4 -7 %. Darüber hinaus gibt es auch Probleme bei den Nutzfahrzeugen (z.B. Kupplung bei ca. 350.000 - 400.000 km) - das gereicht niemanden zur Ehre.


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