Lkw-Hersteller
Sparprogramm bei Volvo schlägt an

Volvo steigert den operativen Gewinn – der Sparkurs zeigt Wirkung. Allerdings sieht es bei den Aufträgen schlechter aus. Der Lkw-Bauer aus Schweden hat mit der geringen Nachfrage in China zu kämpfen.
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Stockholm/GöteborgDer schwedische Lkw- und Baumaschinen-Hersteller Volvo hat dank seines Sparprogramms und günstiger Währungseffekte im abgelaufenen Quartal mehr verdient. Beim Auftragseingang sah es aber schlechter aus. Der operative Gewinn habe sich auf umgerechnet 645 Millionen Euro in etwa verdoppelt, teilte der Konkurrent von Daimler und Scania am Freitag mit. Die Einsparungen zeigten die erhoffte Wirkung, sagte der kommissarische Chef Jan Gurander. Investoren wie der Fonds Cevian hatten zuletzt Druck auf das Unternehmen ausgeübt, den Sparkurs zu verschärfen.

Der Auftragseingang ging im zweiten Quartal aber um sechs Prozent zurück und damit deutlich stärker als von Reuters befragte Analysten erwartet hatten. Bei Baumaschinen musste Volvo einen massiven Rückgang von 27 Prozent hinnehmen.

Vor allem in China laufe es schlechter, teilte der Konzern mit. Volvo rechnet damit, dass die Nachfrage in dem asiatischen Land nach Baumaschinen um 45 Prozent einbricht, bislang hatte der Konzern einen Rückgang um 40 Prozent vorhergesagt. In Europa zogen die Bestellungen dagegen im ersten Halbjahr 2015 wieder an.

Beim Umsatz konnte sich der Lastwagenbauer im Vergleich zum Vorjahresquartal trotzdem von 72,6 auf 84,7 Milliarden schwedische Kronen (knapp 9,1 Mrd Euro) steigern. Positiv wirkte sich der Verkauf seiner Anteile an dem indischen Fahrzeugbauer Eicher Motors Limited im Wert von rund 2,1 Milliarden Kronen auf die Bilanz aus. Unter dem Strich verdiente Volvo mit rund 5,2 Milliarden Kronen mehr als doppelt soviel wie im selben Zeitraum 2014.

Innerhalb eines Jahres hat der Lkw-Bauer 4000 Menschen entlassen. Volvo-Chef Olof Persson, der seit 2011 an der Spitze des Unternehmens gestanden hatte, hatte in der Krise seinen Hut nehmen müssen. Sein Nachfolger kommt ausgerechnet vom Konkurrenten Scania: Ab Oktober leitet Martin Lundstedt die Geschäfte bei dem Nutzfahrzeughersteller, der Lastwagen, Busse und Baumaschinen baut.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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