Lkw-Zulieferer
SAF-Holland braucht Kapitalspritze

Der Aufschwung der Lkw-Branche lässt den Zulieferer SAF-Holland auf einen deutlich höheren Umsatz in diesem Jahr hoffen. Das Unternehmen schloss aber auch das dritte Quartal mit Verlust ab und braucht eine Kapitalspritze.
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HB MÜNCHEN. Der Lkw-Zulieferer SAF-Holland hat nach guten Geschäften im dritten Quartal seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. 2010 nimmt das nordbayerische Unternehmen nun einen Umsatz von rund 590 bis 610 Mio. Euro ins Visier, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. SAF Holland profitiere von der starken Nachfrage in allen Märkten und dem laufenden Sparprogramm, sagte Firmenchef Rudi Ludwig. Zuletzt war das Unternehmen von einem Umsatz von mindestens 550 Mio. Euro ausgegangen.

Unter dem Strich kam das Unternehmen im dritten Quartal jedoch nicht aus dem roten Zahlen und verbuchte ein Minus von 600 000 Euro. Im Vorjahresquartal lag der Verlust - allerdings noch um Sanierungskosten bereinigt - bei 2,1 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote sank auf 3,7 von 5,4 Prozent zum Ende des zweiten Quartals. Das Unternehmen führte das auf Währungsschwankungen durch den schwachen Dollar zurück.

Mittelfristig brauche SAF Holland eine Eigenkapitalspritze, sagte Ludwig. Die Firma will sich auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember von ihren Aktionären die Genehmigung für eine Verdoppelung des Grundkapitals holen.

"Vorstellbar ist, dass eine Maßnahme im kommenden Jahr anstehen wird. Aber es sind keine Entscheidungen getroffen worden, weder über einen Zeitpunkt noch über eine Größenordnung", sagte der Firmenchef. Den Großteil der Geldes aus der Kapitalerhöhung würde SAF zur Tilgung der bestehenden Schulden verwenden. "Wir haben heute eine Finanzierung, die bis September 2014 läuft.

Deshalb haben wir keinen zeitlichen Druck", sagte Ludwig.

Für das kommende Jahr ist der Manager angesichts der guten Geschäfte optimistisch. Die europäischen und nordamerikanischen Marktforscher gingen derzeit von einem Marktwachstum zwischen 20 und 50 Prozent aus. "Wir sehen da eher die untere Markierung als die obere. Wir glauben auch, dass sich der Wachstumstrend fortsetzen wird", sagte Ludwig.

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