Lockheed Martin
Rüstungskonzern fürchtet um Kampfjet-Deal mit Indien

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin bangt um seine Kampfflugzeug-Produktion in Indien. Durch den neuen US-Präsidenten Trump befinden sich die Pläne des Unternehmens in einer kritischen Lage.
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Neu-Delhi/WashingtonAngesichts des Regierungswechsels in Washington befürchtet der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin offenbar, dass die Pläne für seine Kampfflugzeug-Produktion in Indien in Gefahr sind. Das Unternehmen sei sich bewusst, dass die Regierung von Präsident Donald Trump derartige Programme prüfen wolle, erklärte Lockheed am Donnerstag. Dies wolle man unterstützen, damit jeder größere Vertrag mit den Schwerpunkten der US-Politik übereinstimme.

Lockheed montiert die F-16, die aus den 1970er-Jahren stammt, bisher im texanischen Fort Worth und will das Werk künftig für die modernere F-35 nutzen. Das Unternehmen hofft darauf, an Indien Hunderte F-16 verkaufen zu können. Die Montage ist in dem Schwellenland geplant. Trump hat etliche Unternehmen kritisiert, die ihre Produktion in Länder mit niedrigeren Löhnen verlagern und die Waren dann in den USA verkaufen. Der Fall Lockheed ist aber anders: Der Konzern will den indischen Standort nur nutzen, um die Maschinen für die dortige Luftwaffe zu bauen.

Sollte die neue Regierung in Washington die Pläne stoppen, wären auch andere potenzielle indische Rüstungsaufträge für Firmen wie Boeing, Northrop Grumman oder Raytheon in Gefahr. Das US-Präsidialamt äußerte sich auf Anfrage nicht zu den Plänen. Lockheed konkurriert in Indien mit dem schwedischen Unternehmen Saab, das dort den Kampfjet Gripen verkaufen möchte. Auch Saab hat angeboten, die Maschinen vor Ort zu fertigen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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