Logistik
Reedereien rücken zusammen

Die Konsolidierung bei den Reedereien geht weiter: Møller-Maersk übernimmt einen schwedischen Konkurrenten - damit baut die Reederei ihre Tankerflotte für raffinierte Petroleumprodukte auf gut 300 Schiffe aus. Derweil brütet NOL über den Hapag-Büchern.

STOCKHOLM/DÜSSELDORF. Die Konsolidierung unter den Reedereien schreitet voran. Gestern kündigte der dänische Konzern A.P. Møller-Maersk die Übernahme des schwedischen Konkurrenten Broström an. Møller-Maersk ist die weltgrößte Container-Reederei und will mit der Übernahme seine Tankerflotte zum Transport von Petroleum und Chemikalien ausbauen. Der dänische Konzern bietet für Broström 3,62 Milliarden Kronen (385,3 Millionen Euro).

Møller-Maersk bietet den Broström-Aktionären 57 Kronen je Aktie, das sind zehn Prozent mehr als der Schlusskurs am Dienstag. Die Broström-Konzernleitung unterstützt die Übernahme und gab bekannt, dass Aktionäre, die 55,9 Prozent der Stimmrechte halten, der Offerte bereits zugestimmt hätten.

Durch die Übernahme von Broström baut Møller-Maersk die eigene Tankerflotte für raffinierte Petroleumprodukte auf gut 300 Schiffe aus. Während die Nachfrage nach Transporten von Rohöl stagniert und den Reedereien Probleme mit gesunkenen Frachtraten haben, steigt der Bedarf an Transportkapazitäten für raffinierte Ölprodukte wie Benzin, Diesel und Ethanol weiter.

Analysten beurteilten den Einstieg von Møller-Maersk bei Broström positiv. "Bei Produkttankern ist das Transportvolumen besonders wichtig, um für die großen Ölgesellschaften arbeiten zu können", urteilte Jacob Pedersen von der dänischen Sydbank. Er halte die Broström-Übernahme für "ziemlich vernünftig". Die Møller-Maersk-Aktie stieg knapp ein Prozent, der Broström-Kurs schnellte um knapp acht Prozent nach oben.

Broström betreibt 94 Spezialtanker und beschäftigt 1 200 Mitarbeiter. Der Konzern setzte im vergangenen Jahr 470 Millionen Euro um und erwirtschaftete einen Reinerlös von 57 Millionen Euro. Møller-Maersk gab gestern bekannt, dass der Reinerlös im ersten Halbjahr 2008 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich auf 1,6 Milliarden Euro stieg. Der Umsatz betrug 20 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr erhöhte Dänemarks größter Konzern seine Umsatzprognose kräftig auf rund 43 Milliarden Euro.

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