Logistikunternehmen
Dachser für 2013 verhalten optimistisch

Logistik-Unternehmen Dachser erwartet allenfalls ein Mini-Wachstum. Nur dank der jüngsten Übernahme des spanischen Dienstleisters Azkar erhofft sich das Unternehmen besser abzuschneiden, als der Markt.
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MünchenDer Logistik-Spezialist Dachser geht nach einem kräftigen Wachstumsdämpfer vorsichtig ins Jahr. „Die Aussichten für die gesamte Transport- und Logistikbranche bleiben für 2013 recht verhalten“, sagte der Sprecher der Dachser-Geschäftsführung, Bernhard Simon, am Mittwoch in München. In Deutschland sei allenfalls ein Mini-Wachstum zu erwarten und auch in Europa sehe es angesichts von Schuldenkrise und Sparzwängen nicht besser aus. Dachser wolle aber auch dank der Übernahme des spanischen Dienstleisters Azkar besser abschneiden, als der Markt. „Wir sind davon überzeugt, mit Azkar einen wichtigen Wettbewerbsvorteil in Händen zu halten“, sagte Simon.

Nach dem Erwerb des französischen Wettbewerbers Graveleau hatte Dachser zum Jahresbeginn mit Azkar den zweiten großen Zukauf in der über 80-jährigen Firmengeschichte getätigt. Auch die Akquisition des spanischen Luft- und Seefrachtspezialisten Transunion brachte das Unternehmen Anfang dieses Jahres unter Dach und Fach. Mit den beiden Neuzugängen könne man nahezu alle logistischen Anforderungen auf der Iberischen Halbinsel abdecken, sagte Simon. Es gebe es keinen Zweifel am Nutzen der Zukäufe, denn die Kunden schätzten die Erweiterung des europäischen Netzes.

Nach den Übernahmen will Dachser in diesem Jahr die Marke von fünf Milliarden Euro Umsatz knacken. 2012 habe die Konjunkturabkühlung das Wachstum gebremst. Nach einem Umsatzplus von 13 Prozent im Vorjahr legten die Erlöse nur noch um 3,7 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro zu. Ein Ergebnis nannte das Familienunternehmen nicht. Es bewege sich aber „im langjährigen Korridor“, sagte Simon.

Trotz der beiden Neuerwerbungen setzt Dachser auch künftig vor allem auf organisches Wachstum. Allerdings seien kleinere Zukäufe in der Luft- und Seefrachtlogistik in Asien denkbar, weil von dort künftig die Wachstumsimpulse für die Weltwirtschaft ausgehen werden, sagte Simon. Vor allem die Transportströme zwischen Asien und Südamerika sollten künftig besser abgedeckt werden.

Ohne die Zukäufe beschäftigte das Unternehmen zum Jahresende 21 650 Mitarbeiter, das waren 650 mehr als ein Jahr zuvor. Dachser sieht sich auf dem deutschen Logistikmarkt als Nummer vier hinter Weltmarktführer Deutsche Post DHL, der Bahn-Tochter Schenker und dem See- und Luftfracht-Spezialisten Kühne + Nagel. Letzterer hat seinen Unternehmenssitz allerdings in der Schweiz.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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