Lohndumping
Daimler verschärft Kontrolle von Werkverträgen

Der Autohersteller Daimler zieht Konsequenzen aus den Vorwürfen zu Schein-Werkverträgen. „Wir verurteilen jeglichen Missbrauch“, sagte Personalvorstand Porth. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gehen derweil weiter.
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StuttgartDer Autobauer Daimler will seine Partnerfirmen künftig genauer kontrollieren und damit Missbrauch bei Werkverträgen verhindern. Ein Team von Arbeitsrechtsexperten werde stichprobenartig überprüfen, ob die Auftragsunternehmen vereinbarte Standards und Tarife bei Werkverträgen einhielten, kündigte Personalvorstand Wilfried Porth in einem Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“ (Dienstagausgabe) an. „Wir verurteilen jeglichen Missbrauch und werden jeden Missbrauch abstellen, den wir bei uns und unseren Vertragspartnern finden“, sagte Porth einer Vorabmeldung zufolge. Er räumte ein, im Einzelfall laufe in der Praxis nicht alles so, wie es vertraglich vereinbart worden sei.

Der Stuttgarter Konzern zieht damit Konsequenzen aus Vorwürfen von Lohndumping und Scheinselbständigkeit bei Werkverträgen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit August, inwieweit der Autobauer als Auftraggeber von Test- und Erprobungsfahrten durch Dienstleister Mitverantwortung für mögliche Veruntreuung von Gehältern hat. Im Mai hatte der Fernsehsender SWR über Beispiele von Lohndumping durch eine Werkvertragsfirma berichtet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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