Lohndumping-Debatte

Daimler-Personalchef spricht von Skandalisierung

Wegen Lohndumping-Vorwürfen ist der Autobauer Daimler kürzlich in die Kritik geraten. Personalchef Wilfried Porth kritisiert die Debatte nun als überzogen – und warnt vor zu hohen Mindestlöhnen.
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Der Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth. Quelle: dpa

Der Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth.

(Foto: dpa)

StuttgartDaimler-Personalchef Wilfried Porth hält die aktuelle Debatte um Lohndumping und Werkverträge für übertrieben. „Ich sehe mit Sorge, dass Dinge skandalisiert werden, die kein Skandal sind“, sagte er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. „Mit möglichst hohen Mindestlöhnen oder durch Veränderungen der Werkvertragsgesetzgebung wird die Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft gefährdet. Im Endeffekt haben die Arbeitnehmer nichts davon.“

Der Autobauer war in die Kritik geraten, weil er nach Recherchen des SWR über Werkverträge an seinen Fließbändern Menschen beschäftigen soll, die ihr Gehalt mit Hartz IV aufstocken müssen. Der Konzern hatte der Darstellung des Senders damals widersprochen.

„Löhne, die zwischen Sozialpartnern ausgehandelt worden sind, sollte man nicht skandalisieren. Mann kann nicht diejenigen, die das in Anspruch nehmen, kritisieren, wenn es vorher so ausgehandelt wurde“, betonte er. „Wir werden in diesem Land nicht die Situation haben, wo jeder das Gleiche verdient.“

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17 Kommentare zu "Lohndumping-Debatte: Daimler-Personalchef spricht von Skandalisierung"

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  • Porth ist wenigstens traditionsbewust und knüpft an die freiheitlich, kapitalistische Mercedes Zwangarbeit (78 Stundenwoche bei Schlägen und Hunger) im Faschismus an. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13516893.html.
    Aber selbst wenn die Arbeiter für umsonst arbeiten würden, wird das Auto nicht viel billiger. Je nach Kostenrechnerinfos aus Düsseldorf machen die direkt schuftenden zwischen 5-15 Porzent am Fahrzeugpreis aus. Alles andere sind Fixkosten bzw. Vorarbeiter, Werbung mit Stars, sexy Büromiezen und andere Schnorrer.

  • Ja, ja, jedes Unternehmen braucht sein Hausschwein! Wilfried Porth macht als Hausdrecksau doch eine gute Figur! Nur solche Leute braucht Zetsche, damit die Millarden-Verluste durch seine Inkompetenz kaschiert werden! Wilfried Porth DBs-Hausschwein vergißt nur eins, jeder muss immer seine Rechnungen bezahlen, in welcher Form auch immer! Dieser Mann tut mir jetzt schon leid, was er alles für seine Schweinereien bezahlen muss. Die Rechnung wird hart, hoffentlich ist Wilfried Porth auch ein harter Mann und nicht nur ein schwächlicher Dummschwätzer, wie er sich hier darstellt!

  • Ach Herr Porth, Sie lassen sich selbst jetzt ziemlich dumm aussehen. Sie sind doch nichts anderes als ein Sklavenhalter, der sich dafür auch noch bezahlen lässt. Sich selbst am Monatsende ein Steak gönnen und zig Menschen unter dem Existenzminimum für ihre Arbeit bezahlen. Egal welch geistigen Dünnschiss sie dazu noch von sich geben oder wem auch immer Sie die Schuld zuweisen wollen: Sie sind und bleiben ein Ausbeuter, ein Sklavenhalter!!! Sie sind eben ein schlechter Mensch!!! Und die Welt kann es sehen.

    Herman Melwille
    Von allen absurden Vorurteilen der Menschheit
    übertrifft nichts die Kritik an den Gewohnheiten der Armen durch die gut situierten Bequemen und Wohlgenährten.

  • Es ist eigentlich eine Frechheit, hier die soziale Marktwirtschaft verantwortlich machen zu wollen, im Gegensatz der liberale Marktwirtschaft.
    Entscheidet die Wirtschaft, wie hier, dass Hunger- Löhne einfach das sind, wozu Arbeiter berechtigt sind, dann sollte es eben so bleiben und die Gesellschaft sich nicht einschalten ?
    Tut sie es doch, dann soll es ihre Schuld sein, dass Arbeitgeber sich so verhalten ?
    Sie haben eine bizarre Ansicht der Sache...

  • Das ist die Neue Deutsche Marktwirtschaft!

    Werk(vertrags-)sklaven, Lohnzuhälterei und sog. "Praktika". Maloche fürn Appel und n Ei um eine ekelhafte Führungsschicht zu mästen.

    Der "Lohn" reicht nicht?? Sollen se Kuchn fressen !!!

    Autos mit Gewinn verkaufen ist inzwischen ja nicht mehr sooo entscheident, schliesslich hat man eine konzerneigene Bank die bei der EZB Milliarden für 0,6% PER ANNO nachgeschmissen bekommt. Damit ists natürlich kein Problem fast die gesamte Produktion ins Leasing zwischenzulagern und die Fabrik glänzend dastehen zu lassen, nach uns die Sintflut.

    Die Zeche zahlen die Idioten die sich son Kübel aufschwatzen haben lassen und mittelbare natürlich der Steuersklave.

    Leasing-Fahrzeuge für Menschen mit (eigentlich) zu wenig Solvenz - eine weitere prächtige Blase, bereit zu platzen wie ein feister Pickel auf einer Teenager-Stirn.

    Ob Genosse Chefredakteur dazu eine seiner Episteln verfassen wird?

    Neeee :D

  • „Zwei Entwicklungen halte ich für bedenklich: eine weitere Erhöhung der Lasten für unsere Unternehmen und Regulierungsansätze, die die freie Marktwirtschaft infrage stellen.“

    Hat diese Figur vergessen, das es in einer wirklich freien Marktwirtschaft keine Subventionen gibt? Die werden aber gerne abgegriffen.

  • Ja, ich glaube "Dreckschwein" kann man gelten lassen.

  • Solche Auswuechse sind doch nur moeglich, weil die Politik auf der ganzen Linie versagt und deshalb nur noch getriebene sind, die nichts, aber auch gar nichts mehr auf die Reihe kriegen!
    Da wird es zeit fuer eine KOMPLETTE politische WENDE! Leider hat es bisher keine Partei (ja leider muss es eine Partei sein, bei diesem bestehenden Unrechtssystem, sonst ist eine parlamentarische Mitwirkung nicht moeglich)gegeben, die ein wirkliches komplettes alternatives Programm aufweisen kann.
    Doch nun ist Licht am Ende des Tunnels durch die nEUE MITTE, einfach mal unvoreingenommen erinschauen und informieren: http://www.neuemitte.info/

  • Nicht nur das Ludwig500.
    Solch eine Art Mensch darf man mit ruhigem Gewissen als Dreckschwein bezeichnen!

    Verträge zwischen Sozialpartnern nennt er seine Werksverträge? Die Sozialpartner dabei sind einerseits die Aktiengesellschaft, und auf der anderen Seite irgend ein Menschenhandelsunternehmen. Der eine mit dem einzigen Ziel den Gewinn zu maximieren, der andere nur als Agenda2010-geförderter schmarotzender "Großhändler" für Arbeitskraft. Wo ist da bitte in irgendeiner Weise das Wort SOZIAL angebracht?

    Der gute Herr Porth ist kein Personalchef, sondern die H..e der Aktionäre. Gute Chefs legen immer ein klitzekleines Interesse an ihrem Personal zu Tage. Hier sehe ich nur einen weiteren überbezahlten Aktionärs-Söldner heisse Luft von sich geben. Wie gesagt, ein egomanes Dreckschwein..

  • Elender Sklaventreiber

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