Lohndumping-Debatte
Daimler-Personalchef spricht von Skandalisierung

Wegen Lohndumping-Vorwürfen ist der Autobauer Daimler kürzlich in die Kritik geraten. Personalchef Wilfried Porth kritisiert die Debatte nun als überzogen – und warnt vor zu hohen Mindestlöhnen.
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StuttgartDaimler-Personalchef Wilfried Porth hält die aktuelle Debatte um Lohndumping und Werkverträge für übertrieben. „Ich sehe mit Sorge, dass Dinge skandalisiert werden, die kein Skandal sind“, sagte er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. „Mit möglichst hohen Mindestlöhnen oder durch Veränderungen der Werkvertragsgesetzgebung wird die Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft gefährdet. Im Endeffekt haben die Arbeitnehmer nichts davon.“

Der Autobauer war in die Kritik geraten, weil er nach Recherchen des SWR über Werkverträge an seinen Fließbändern Menschen beschäftigen soll, die ihr Gehalt mit Hartz IV aufstocken müssen. Der Konzern hatte der Darstellung des Senders damals widersprochen.

„Löhne, die zwischen Sozialpartnern ausgehandelt worden sind, sollte man nicht skandalisieren. Mann kann nicht diejenigen, die das in Anspruch nehmen, kritisieren, wenn es vorher so ausgehandelt wurde“, betonte er. „Wir werden in diesem Land nicht die Situation haben, wo jeder das Gleiche verdient.“

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  • Porth ist wenigstens traditionsbewust und knüpft an die freiheitlich, kapitalistische Mercedes Zwangarbeit (78 Stundenwoche bei Schlägen und Hunger) im Faschismus an. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13516893.html.
    Aber selbst wenn die Arbeiter für umsonst arbeiten würden, wird das Auto nicht viel billiger. Je nach Kostenrechnerinfos aus Düsseldorf machen die direkt schuftenden zwischen 5-15 Porzent am Fahrzeugpreis aus. Alles andere sind Fixkosten bzw. Vorarbeiter, Werbung mit Stars, sexy Büromiezen und andere Schnorrer.

  • Ja, ja, jedes Unternehmen braucht sein Hausschwein! Wilfried Porth macht als Hausdrecksau doch eine gute Figur! Nur solche Leute braucht Zetsche, damit die Millarden-Verluste durch seine Inkompetenz kaschiert werden! Wilfried Porth DBs-Hausschwein vergißt nur eins, jeder muss immer seine Rechnungen bezahlen, in welcher Form auch immer! Dieser Mann tut mir jetzt schon leid, was er alles für seine Schweinereien bezahlen muss. Die Rechnung wird hart, hoffentlich ist Wilfried Porth auch ein harter Mann und nicht nur ein schwächlicher Dummschwätzer, wie er sich hier darstellt!

  • Ach Herr Porth, Sie lassen sich selbst jetzt ziemlich dumm aussehen. Sie sind doch nichts anderes als ein Sklavenhalter, der sich dafür auch noch bezahlen lässt. Sich selbst am Monatsende ein Steak gönnen und zig Menschen unter dem Existenzminimum für ihre Arbeit bezahlen. Egal welch geistigen Dünnschiss sie dazu noch von sich geben oder wem auch immer Sie die Schuld zuweisen wollen: Sie sind und bleiben ein Ausbeuter, ein Sklavenhalter!!! Sie sind eben ein schlechter Mensch!!! Und die Welt kann es sehen.

    Herman Melwille
    Von allen absurden Vorurteilen der Menschheit
    übertrifft nichts die Kritik an den Gewohnheiten der Armen durch die gut situierten Bequemen und Wohlgenährten.

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