Londoner Börse
Rolls-Royce gewinnt dank Aktienrückkauf

Die Aktien von Rolls Royce notieren so gut, wie seit April nicht mehr. Ursache ist die Ankündigung des Unternehmens an diesem Donnerstag, Aktien für einen Milliarde Pfund zurückzukaufen. Analysten zeigten sich erfreut.
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Frankfurt/LondonDie Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms hat am Donnerstag an der Londoner Börse Rolls-Royce kräftigen Schub verliehen. Die Titel des Turbinen- und Flugmotoren-Herstellers stiegen bis zu sieben Prozent auf 1083 Pence. Damit notierten die Aktien so hoch wie seit Anfang April nicht mehr. Sie führten zudem die „Footsie“-Gewinnerliste an.

Der Aktienrückkauf sei eine gute Nachricht, sagte ein Analyst. Sie zeige, dass die Belohnung der Aktionäre Priorität habe. „Das ist genau die Nachricht, auf die wir nach den letzten schwierigen sechs Monaten gewartet haben.“

Rolls-Royce will Aktien im Wert von einer Milliarde Pfund zurückkaufen. Dis entspricht etwa fünf Prozent der 19-Milliarden-Pfund schweren Marktkapitalisierung. Finanzieren will Rolls-Royce dies teils mit den Einnahmen aus dem Verkauf des Gasturbinengeschäfts an Siemens im Mai. Rolls-Royce hatte dafür 785 Millionen Pfund erhalten.

Zugleich bekräftigte das Unternehmen, im nächsten Jahr zum Gewinnwachstum zurückkehren zu können. Das beruhigte Investoren, denn das Unternehmen hatte zuletzt im Februar seine Gewinnprognose gesenkt und musste im Juni die Stornierung einer Bestellung verkraften. Rolls-Royce kündigte weiter an, keine Zukäufe zu planen.

Zuletzt war auf die Übernahme des finnischen Schiffs- und Kraftwerksmotorenhersteller Wartsila spekuliert worden. Deren Aktien brachen an der Börse in Helsinki um bis zu 4,7 Prozent auf 38,06 Euro ein. Sie hatten in den vergangenen sechs Monaten fast 17 Prozent gewonnen - genauso viel, wie die Titel von Rolls-Royce verloren haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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