Loslösung von Jenoptik
M+W Zander fühlt sich „befreit“

Das vom Technologiekonzern Jenoptik abgespaltene Industriekonglomerat M+W Zander hat hehre Pläne für die Zukunft. Gewinn und Umsatz sollen merklich steigen – nicht zuletzt dank der Trennung von der Mutter.

HB STUTTGART. „Die Trennung von Jenoptik war für uns ein Befreiungsschlag“, sagte M+W-Zander-Vorstand Reimund Blessing am Dienstag in Stuttgart. Die Holding sei von Altlasten bereinigt und verschlankt worden. Bei guter Auftragslage für den Bau von Halbleiter-, Flachbildschirm- und Solar-Fabriken sowie für die Verwaltung von Immobilien könne in diesem Jahr der Umsatz auf etwa 2 Mrd. Euro wachsen. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) sollen 50 bis 60 Mill. Euro erwirtschaftet werden nach 45 Mill. Euro im vergangenen Jahr. 2005 hatte M+W Zander 1,5 Mrd. Euro umgesetzt.

M+W Zander war im vergangenen Jahr von Jenoptik an den Finanzinvestor Springwater Capital für einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag verkauft worden. Die mit der Citigroup kooperierende Investorengruppe will sich frühestens in drei bis fünf Jahren wieder von der Gruppe trennen. Die Erben der Familie Zander sind noch mit 27 Prozent an der Firmengruppe beteiligt.

Börsengänge einzelner Geschäftsbereiche wie des in Stuttgart ansässigen Gebäudemanagements oder des Hochtechnologie-Anlagenbaus in Singapur seien nicht ausgeschlossen, sagte der als Vorstand bei M+W Zander agierende Springwater-Manager Martin Gruschka. Die Töchter des dritten und kleinsten Geschäftsbereichs Automation und Ingenieurdienste in Ludwigshafen sollen zu einem schlagkräftigen Anbieter verschmolzen werden. „Wir wollen die drei Geschäftsbereiche sich selbst überlassen und das Wachstum finanzieren“, sagte Gruschka.

Bis zum Ende des Jahrzehnts solle M+W Zander bei einem Umsatz von deutlich über 2 Mrd. Euro einen Betriebsgewinn von 70 bis 90 Mill. Euro abwerfen.

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