Luftfahrt
A400M bringt EADS ins Trudeln

Mayday, Mayday: Beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS ist das Gewinnziel fürs Gesamtjahr in Gefahr – wegen des Militärtransporters A400M, der sich für EADS offenbar zum Desaster entwickelt. Beim A400M steht der Konzern vor bislang ungelösten Problemen. In den ersten neun Monaten konnte EADS den Gewinn aber noch steigern.

HB MÜNCHEN/PARIS. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS sieht wegen der Probleme mit dem Militärtransporter A400M sein Gewinnziel für das Gesamtjahr in Gefahr. „Ungelöste Probleme im A400M-Programm stellen ein Risiko für die Ebit-Prognose dar“, hieß es in der Pressemitteilung. Zwar hob das Management die Prognose für den Gewinn vor Zinsen, Steuern, Firmenwertabschreibungen und außerordentlichen Posten – bei EADS als EBIT bezeichnet – von 1,8 auf mehr als 1,8 Mrd. Euro leicht an. Allerdings seien weitere Belastungen durch das A400M-Programm darin nicht enthalten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. In den ersten neun Monaten kletterte das EBIT von minus 353 Mio. auf plus 2,02 Mrd. Euro.

Im Vorjahreszeitraum war wegen hoher außerordentlicher Belastungen bei der Tochter Airbus für den A400M, den A350 und das Sanierungsprogramm Power8 noch ein Verlust von 353 Millionen Euro angefallen. Das Nettoergebnis betrug von Januar bis September 1,082 Milliarden Euro nach einem Verlust von 705 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Umsatz legte um sieben Prozent auf 29,4 Milliarden Euro zu. Zu dem Wachstum hätten alle Geschäftsbereiche beigetragen.

Den Umsatz steigerte EADS in den ersten neun Monaten um sieben Prozent auf 29,4 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 28,85 Milliarden gerechnet hatten. Der Auftragseingang legte im Vergleich zum Vorjahr von 82,4 auf 88,7 Milliarden Euro zu.

Der Auftragsbestand wuchs seit dem Jahreswechsel von 339,5 auf 400,7 Milliarden Euro Ende September. Bei den Gewinngrößen hatten die Schätzungen der Experten weit auseinandergelegen. Grund war die Unsicherheit, ob EADS wegen der Verzögerungen im A400M-Programm weitere Rückstellungen vornehmen würde.

Vor der Vorstellung der Zahlen rätselten Experten noch darüber, ob Sonderbelastungen etwa durch mögliche neue Verzögerungen beim Militärtransporter A400M im dritten oder im vierten Quartal verbucht werden würden. Die Erwartungen für das Konzernergebnis reichten von mehr als einer halben Milliarde Euro Verlust bis zu einem Gewinn von mehr als 900 Mio. Euro.

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