Luftfahrt
Boeing: Airbus-Rivale im Sinkflug

Das erste Quartal ist für Boeing nicht gut gelaufen - was sich am Überschuss bemerkbar. Der große Rivale von Airbus macht dafür vor allem den weltweiten Abschwung verantwortlich. Obwohl die Börsen schon geschlossen waren, kamen diese Nachrichten nicht gut an.

HB SEATTLE. Der US-Flugzeugbauer Boeing rechnet wegen geringerer Produktion und Preisrückgängen mit einem niedrigeren Überschuss im ersten Quartal als bisher angenommen. Unter dem Strich werde der Gewinn je Aktie voraussichtlich um 0,38 US-Dollar geringer ausfallen, teilte der Airbus-Rivale in Seattle mit. Die beispiellosen weltweiten wirtschaftlichen Bedingungen hätten das Geschäft von Fluggesellschaften und Logistikern spürbar beeinträchtigt, hieß es zur Begründung für die Reduzierung der Produktion.

Im Einzelnen sollen ab Juni 2010 statt sieben nur noch fünf Maschinen des Typs 777 hergestellt werden. Der ursprünglich ins Auge gefasste moderate Produktionsanstieg bei den Typen 747-8 und 767 wird verschoben. Die 737 ist zunächst nicht von einer Einschränkung betroffen. Die schwache Weltwirtschaft habe zudem zu spürbaren Rückgängen bei den zu erwartenden Preisen für bereits bestellte Flugzeuge beigetragen.

Bereits im vierten Quartal war Boeing abgerutscht. Ein knapp zweimonatiger Mechaniker-Streik hatte Boeing zum Jahresende 2008 in die Verlustzone gebracht. Boeing hatte außerdem im Februar angekündigt, 10000 Stellen abbauen zu wollen. Und dann hatte die in Dubai ansässige Leasingfirma LCAL auch noch 16 ihrer ursprünglich 21 bestellten Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 787 (Dreamliner) storniert. Ganz abgesehen davon, dass der Auftragseingang im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat bereits eingebrochen war.

Die jüngsten Nachrichten sorgten in den USA freilich erst recht nicht für gute Laune. Im nachbörslichen Handel gaben Boeing-Aktien um knapp drei Prozent nach. Beim Ertönen der Schlussglocke an der Wall Street hatten die Titel noch um gut sechs Prozent zugelegt.

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