Luftfahrt
EADS plant kein Angebot für DRS

Kein Übernahmewettstreit um DRS-Technologies: Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS wird kein Angebot für den US-Konkurrenten abgeben. Damit bleibt die italienische Finmeccanica einziger Interessent.

HB PARIS. Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hat Berichte zurückgewiesen, ein Übernahmeangebot für seinen US-Konkurrenten DRS Technologies zu planen. "Wir bereiten kein Gegenangebot vor", sagte ein Sprecher am Montag in Paris. Die französische Tageszeitung "Le Figaro" hatte berichtet, die Airbus-Muttergesellschaft könnte noch diesen Montag eine Offerte vorlegen. Nach Angaben des Unternehmenssprechers hat EADS-Chef Louis Gallois erst kürzlich erklärt, dass DRS Technologies "ein interessantes Unternehmen" sei, seitens EADS aber kein Übernahmeangebot in Vorbereitung sei.

Die italienische Finmeccanica hatte vergangene Woche bereits eine Vereinbarung getroffen, den US-Elektronikhersteller für rund vier Mrd. Dollar (gut 2,6 Mrd. Euro) zu übernehmen, um damit auf dem lukrativen amerikanischen Rüstungsmarkt Fuß zu fassen. Im Zuge der Akquisition will das Unternehmen zudem DRS-Schulden in Höhe von 1,2 Mrd. Dollar übernehmen.

Finmeccanica gehört zu 34 Prozent dem Staat und baut neben Helikoptern und Flugzeugen auch Satelliten, Raketen und Verteidigungselektronik. DRS soll nach der Vereinbarung weiterhin unter seiner amerikanischen Führung in New Jersey arbeiten und so den US-Markt für Finmeccanica öffnen.

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