Luftfahrt-Manager
Air Berlin-Chef warnt vor hohen Erwartungen

Der neue Chef der angeschlagenen Fluggesellschaft nennt viele Vorteile seines Unternehmens. Schnelle Erfolge bei der Gesundung werde es jedoch nicht geben. Eine Kooperation will er nur selektiv ausbauen.
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DüsseldorfWolfgang-Prock-Schauer, seit Anfang Januar Chef der angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin, hat vor zu hohen Erwartungen an eine rasche Gesundung des Unternehmens gewarnt. „Schnelle Erfolge wird es nicht geben“, sagte er dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe). Die Aktie der nach britischem Recht firmierenden Air Berlin plc ist seit Dezember vergangenen Jahres um 75 Prozent in die Höhe geschnellt, nachdem das Unternehmen den ersten Gewinn seit fünf Jahren gemeldet hatte. Der geht allerdings auf den Verkauf des Meilenprogramms Top-Bonus zurück.

Prock-Schauer verwies auf Vorteile, die Air Berlin ungeachtet aller Probleme habe: „Wir sind jünger als viele der großen etablierten Airlines in Europa und schleppen deshalb weniger Lasten aus der Vergangenheit mit, etwa hohe Pensionsverpflichtungen“, sagte er und fügte hinzu: „Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen werden, das Unternehmen dauerhaft in die schwarzen Zahlen zu bringen.“

Der erfahrene Luftfahrt-Manager stellte die Zusammenarbeit mit dem Großaktionär, der Golf-Airline Etihad, klar über die Zusammenarbeit in der Luftfahrt-Allianz Oneworld um British Airways, der Air Berlin seit einiger Zeit angehört. „Diese strategische Partnerschaft ist ein zentraler Baustein, um unser Ergebnis weiter zu verbessern“, sagte Prock-Schauer mit Blick auf Etihad.

Dagegen will er die Kooperation in der Allianz Oneworld nur selektiv ausbauen: „Eine Allianz ist wie ein Club, in dem man sich die Partner suchen kann, mit denen man enger zusammenarbeitet. So halten wir das auch.“

Jens Koenen leitet das Büro Unternehmen & Märkte in Frankfurt.
Jens Koenen
Handelsblatt / Leiter Büro Frankfurt

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