Luftfahrt- und Rüstungskonzern
EADS prüft Einführung einer „Goldenen Aktie“

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS will in den nächsten Monaten die Einführung einer mit Sonderrechten ausgestatteten „Goldenen Aktie“ prüfen. Ergebnisse werden im kommenden Jahr erwartet.

HB PARIS/MÜNCHEN. Eine entsprechende Arbeitsgruppe des Airbus-Mutterkonzerns werde spätestens bis zum Mai 2008 ihre Ergebnisse vorstellen, sagte der Verwaltungsratsvorsitzende Rüdiger Grube der französischen Zeitung „Les Echos“ (Montagausgabe). Eine so genannte „Goldene Aktie“, die selbst bei einer nur geringen Beteiligung Deutschland und Frankreich ein Vetorecht geben könnte, würde EADS vor feindlichen Übernahme schützen.

EADS wird von Deutschland und Frankreich dominiert. Zuletzt hatte sich der Konzern mit der Politik auf eine vereinfachte Managementstruktur geeinigt und die umstrittenen Doppelspitzen abgeschafft. Ab dem heutigen Montag ist der Franzose Louis Gallois alleiniger EADS-Chef, sein Kollege Tom Enders führt Airbus. Grube sagte, es sei nicht „in Stein gemeißelt“, dass es in fünf Jahren zu einer Rotation auf den von Deutschen und Franzosen besetzten Posten kommen müsse.

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