Luftfahrtbranche
Airbus verliert Kunden

71 Flugzeuge sind im Oktober bei dem Flugzeugbauer Airbus abbestellt worden. Damit hat das Unternehmen doppelt so viele Aufträge verloren wie in den ersten neun Monaten dieses Jahres.

HB TOULOUSE. Die Zahl der Stornierungen seit Jahresbeginn sei zum Stichtag 31. Oktober auf 119 gestiegen, teilte die Tochtergesellschaft des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS in Toulouse mit. Ende September hatte sich die Zahl der abbestellten Flugzeuge noch auf 48 belaufen.

Im Oktober bestellten Kunden allein 65 Mittelstreckenflugzeuge des in Hamburg montierten Typs A319 ab. Hinzu kamen sechs Stornierungen für Maschinen des Typs A318. Die Zahl der neu bestellten Maschinen gab Airbus für den vergangenen Monat mit neun an. Die Zahl der Aufträge seit Jahresbeginn sank netto von 737 Ende September auf 675 Ende Oktober.

EADS-Vertriebschef John Leahy hatte kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen geäußert, er erwarte einen Rückgang der Auftragseingänge für das nächste Jahr. Marktexperten erklärten dazu, trotz des hohen Auftragsüberhangs könnte Airbus auf Flugzeugen sitzen bleiben, weil die Kunden keine Banken fänden, um die Übernahme zu finanzieren.

Der Aktienkurs von EADS sank am Donnerstag in Paris um rund sieben Prozent auf 12,56 Euro in einem allgemein schwachen Markt. Airbus hat derzeit mehr als 3 000 Flugzeuge in den Auftragsbüchern und ist damit auf ein halbes Jahrzehnt ausgebucht.

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