Luftfahrtbranche
Die Branche rechnet mit langem Boom

Indien, Russland, China: Wenn die neuen Wirtschaftsmächte in das 21. Jahrhundert starten, dann vor allem mit dem Flugzeug. Nirgendwo sonst auf der Welt wächst der Luftverkehr so rasant. Und der Boom scheint kein Ende zu haben.

MÜNCHEN. Die noch ungebrochene Nachfrage beschert den Flugzeugherstellern Airbus und Boeing ein langes Wachstum. Treffen die Marktprognosen der beiden führenden Hersteller zu, dann wird sich die Zahl der Passagierflugzeuge weltweit in den kommenden zwanzig Jahre von heute rund 18 000 Maschinen auf 36 000 verdoppeln. Hier zu Lande rüsten sich die beiden größten deutschen Flughäfen Frankfurt und München mit neuen Startbahnen und Terminals für den erwarteten Ansturm.

Bereits jetzt sprengt die Nachfrage die Kapazitäten der Flugzeughersteller. Airbus und Boeing verzeichneten in den vergangenen drei Jahren im Schnitt jeweils 1 000 Neubestellungen, ausliefern konnten sie aber nur jeweils 450. Die Folge ist ein gewaltiger Auftragsstau, der den beiden Rivalen eine Auslastung bis weit in das nächste Jahrzehnt sichert. So hat Airbus aktuell 3 655 Maschinen im Auftragsbestand, "das ist das größte Auftragsbuch der Industriegeschichte", freut sich Airbus-Chef Tom Enders. 290 Mrd. Euro ist dieses Auftragsbuch der EADS-Tochter zur Zeit schwer.

Doch das Wachstum hat Tücken: Europäer und Amerikaner fahren die Kapazitäten hoch, beide haben aber mit erheblichen Fertigungsproblemen zu kämpfen, vor allem bei ihren Neuentwicklungen. So kommt die Produktion des europäischen Superjumbos Airbus A 380 nicht in Gang, bereits jetzt hat der Auslieferungsplan eine Verzögerung von zwei Jahren. Auch Boeings neues Langstreckenflugzeug B 787-"Dreamliner" kann wegen Problemen mit den Zulieferern den Zeitplan nicht einhalten. Einfacher ist da schon die Produktion der eingeführten Modelle, wie der Airbus-Bestseller A320. Die Produktion von 30 Maschinen im Monat wird bis 2010 auf 40 Maschinen gesteigert. Ab 2009 bauen die Europäer die Maschine auch in Tianjin, um nur den Bedarf des chinesischen Markts decken zu können.

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