Luftfahrtkonzern
EADS verspricht Jobgarantie für Rüstungssparte

Für die geplante Fusion mit BAE Systems macht EADS weitere Zugeständnisse. Fast alle Mitarbeiter der deutschen EADS-Rüstungssparte sollen eine Jobgarantie bekommen. Die Sache hat jedoch einen Haken.
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MünchenDer Luft- und Raumfahrtkonzern EADS macht weitere Zugeständnisse für die geplante Fusion mit BAE Systems. Neben den Airbus-Beschäftigten sollen nun auch die fast 20.000 Mitarbeiter der deutschen EADS-Rüstungssparten eine Jobgarantie bekommen.

Nach Informationen des Handelsblattes will Konzernchef Tom Enders diese aber nur bis 2014 aussprechen. Die Beschäftigten der boomenden Zivilsparte Airbus sind hingegen bis 2020 vertraglich geschützt. In EADS-Kreisen verweist man auf die gekürzten Beschaffungsprogramme der Bundeswehr bei Projekten wie dem Raketenabwehrsystem MEADS, dem Kampfhubschrauber Tiger oder dem Eurofighter. Diese machten weitergehende Zugeständnisse schwierig.

Die „Financial Times Deutschland“ hatte zuvor bereits berichtet, dass die Unternehmen angeboten haben, den beteiligten Regierungen in Paris, Berlin und London über „goldene Aktien“ sehr viel weitergehende Veto- und Mitspracherechte einzuräumen als anfangs vorgesehen. Dieses Privileg hatte demnach bislang nur die französische Regierung. Der Zustimmung aus den drei Staaten kommt für das Gelingen der Fusion eine entscheidende Bedeutung zu.

Unter Berufung auf Branchenkreise berichtete die „FTD“ weiter, die geplante Satzung von EADS-BAE Systems sehe vor, dass kein einziger Aktionär, egal ob privat oder staatlich, künftig mehr als 15 Prozent am Konzern halten dürfe. Andernfalls könnten Deutschland, Frankreich oder Großbritannien widersprechen. Zudem müssten Vorstand und Verwaltungsrat mehrheitlich mit EU-Bürgern besetzt sein.

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EADS verspricht Jobgarantie für Rüstungssparte

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Was die Regierung in Berlin und Paris sagen

Kommentare zu " Luftfahrtkonzern: EADS verspricht Jobgarantie für Rüstungssparte"

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  • Deutschland soll wieder einmal betrogen werden.
    Enders als fleißiger Bilderberger hat eine klare Vorgabe zu Lasten unserer Steuerzahler erhalten.

    Die deutschen Bürger sollten sich wehren.

  • Am Ende zählt Intelligenz und Sprachvorteil: da haben Deutsche in einem gemeinsamen Unternehmen mit weltgewandten englischen und gebildeten französischen Managern ganz sicher sehr bald nichts mehr zu sagen. Garantien kennen wir ja aus der Eurogründung. Fusion absagen!

  • +++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++

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